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Unbedingt den Fachmann des Vertrauens fragen! Der regelmäßige Check der Heizungsanlage zahlt sich in barer Münze aus.

Der Winter naht

Tipps zum Optimieren der Heizung: Die kalten Tage

Bald muss die Heizung wieder anspringen. Das kostet - und je nachdem wie hart der Winter wird, bereitet das manchem Haushalt Sorgen. Doch es lässt sich ganz leicht Geld und Energie sparen.

„Mit ein paar Handgriffen und wenigen Euro lassen sich die meisten Heizungen so optimieren, dass 10 bis 15 Prozent weniger Energie benötigt werden“, sagt Aribert Peters vom Bund der Energieverbraucher.

„Es gibt klare Warnsignale für eine optimierungsbedürftige Heizung“, erklärt Michael Herma vom VdZ-Forum für Energieeffizienz in der Gebäudetechnik. „Gluckert es zum Beispiel in den Rohren oder werden Räume unterschiedlich schnell warm, wurde wahrscheinlich kein hydraulischer Abgleich durchgeführt und die Heizung verbraucht unnötig viel Energie.“ Ein warmer Heizungskeller deutet auf schlecht gedämmte Rohre hin. Wärme verpufft ungenutzt.

Doch selbst wenn die Heizung augenscheinlich noch keine Probleme macht, sollte man sie regelmäßig checken und eventuell modernisieren lassen. „75 Prozent der Heizungsanlagen in Deutschland arbeiten ineffizient“, betont Herma. Das trifft besonders auf ältere Modelle zu. Eine Umwälzpumpe, die zehn Jahre oder älter ist, verbraucht in einem Einfamilienhaus rund 90 Watt. Eine moderne Umwälzpumpe kommt mit vier Watt aus.

„Viele Heizungen sind aber auch einfach nur falsch eingestellt“, sagt Peters. In der Regel lässt sich eine Heizung so programmieren, dass sie dem individuellen Bedarf der Nutzer entspricht. „Wenn es kälter wird, muss sie stärker heizen als an milderen Tagen.“ Die Höhe der Leistung hängt aber nicht nur von den Außentemperaturen, sondern auch von der Wärmedämmung des Hauses und den Gewohnheiten der Bewohner ab. Generell empfiehlt Peters, sich die Heizkurve genauer anzusehen.

Denn moderne Heizungen sind meist witterungsgeführt. Das bedeutet, dass ihre Vorlauftemperatur auf Grundlage einer eingestellten Heizkurve und der Außentemperatur berechnet wird. „Die passt in der Werkeinstellung meist nicht zum konkreten Anwendungsfall“, sagt der Experte. Hier muss der Nutzer selbst aktiv werden. Die Heizkurve sollte so niedrig wie möglich stehen. „Am besten ist es, ihre Verschiebung auf drei bis fünf Grad einzustellen.“

Steht die Heizungspumpe auf der niedrigsten Position, spart das Strom. Das verhindert außerdem störende Geräusche. Dabei ist aber darauf zu achten, dass alle Heizkörper im Haus noch warm werden. Nachts sollte die Heizungspumpe Pause haben. Viel bringt es, die Nachtabsenkung auf 16 Grad Innentemperatur zu stellen - dann schaltet auch der Kessel nachts ab.

Nicht jeder Raum benötigt die gleiche Wärme, meist ist es im Badezimmer wärmer als im Schlafzimmer. Mit Thermostatventilen lassen sich die einzelnen Heizkörper aber individuell regeln. „Das verhindert, dass die Räume überheizt werden“, erklärt Robert Pörschmann vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Mit programmierbaren Thermostaten lassen sich sogar die Temperaturen an unterschiedlichen Wochentagen oder zu Tages- und Nachtzeiten im Voraus einstellen. „So ist eine optimale Heizung möglich, die sich an den individuellen Gegebenheiten der Bewohner orientiert und gleichzeitig Energie spart.“

Auch scheinbar kleine Dinge können dazu beitragen, Energie zu sparen und damit die Heizung zu entlasten. „Heizkörper sollten nicht verstellt oder mit Gardinen und Vorhängen zugehängt werden“, erklärt Pörschmann. Das behindert die Wärmeabgabe in den Raum. Auch Staubwischen bringt Effekte. „Die Staubschicht wirkt isolierend. Wer sie konsequent beseitigt, auch in den schmalen Lamellen, nutzt die Heizenergie besser aus.“

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Katja Fischer

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