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Schönes Ambiente, viele Zahlen: Das bekamen die Besucher der Bürgerversammlung in Hohenkammer am vergangenen Mittwochabend im großen Saal des Schlosses.

Bürgerversammlung in Hohenkammer 

Einwohnerzahl rasant gestiegen

Hohenkammer - Hohenkammer wächst! Die Einwohnerzahl stieg in diesem Jahr um rund 130 Bürger an - ein Phänomen, das die Kommune bisher nur selten erleben durfte. Bürgermeister Johann Stegmair präsentierte bei der ersten Bürgerversammlung des Jahres weitere interessante Zahlen aus der Gemeinde.

Gut gefüllt war der Große Saal im Schloss Hohenkammer, der eigentlich überwiegend für Musikkonzerte genutzt wird. „Nun dürfen wir auch einmal in den Genuss kommen,“ freute sich Johann Stegmair bei seiner Begrüßung zur ersten Bürgerversammlung 2016. Der Bürgermeister startete den Abend mit dem Hinweis auf den rasanten Anstieg der Einwohnerzahl. Diese sei laut Stegmair von 2434 auf 2564 gestiegen – Stichtag war hier der 1. Oktober 2016. „So hatten wir das auch noch nie in der Gemeinde“, bemerkte der Bürgermeister. Hier inbegriffen sind 60 Asylbewerber mit Hauptsitz in der Kommune. „Das verändert die Statistik natürlich.“

Der Anteil der ausländischen Bürger beträgt aktuell 13,53 Prozent – das entspricht 347 Personen. „Gerade in einer kleinen Gemeinde schlägt das sehr auf“, so Stegmair. Er betonte jedoch auch, dass es sich dabei nicht um Afghanen oder Syrier – also Asylbewerber – handle. „Die größten Personengruppen kommen aus Rumänien, Ungarn und Bulgarien“, erklärte das Gemeindeoberhaupt. „Eben diejenigen, die zum Arbeiten in die Gemeinde kommen.“ Natürlich waren auch die Finanzen ein Thema des Abends. So weist der Gesamthaushalt für 2016 rund 7,4 Millionen Euro auf, im Jahr zuvor waren es noch 9,9 Millionen. Zu Anfang des Jahres verzeichnete die Gemeinde Rücklagen in Höhe von 2,1 Millionen Euro. In diesem Jahr wurde die Grundschule mit mehreren Investitionen bedacht: So wurde das Gebäude energetisch saniert und erhielt in diesem Zuge eine neue Heizung, Lüftung sowie Beleuchtung. Auch die Mehrzweckhalle wurde mit einem neuen Boden sowie einer Fußbodenheizung ausgestattet. Die Lehrer und Kinder dürfen sich zudem über neue, interaktive Tafeln freuen. Die Gemeinde nahm für die Sanierung und Erneuerungen etwa 600.000 Euro in die Hand.

Auch die Feuerwehr wird mit einer komplett neuen Beleuchtung ausgestattet. „Wie auch in der Grundschule werden hier LED-Leuchten zum Einsatz kommen“, erklärte Stegmair. Damit erhofft sich der Bürgermeister große Einsparungen in den kommenden Jahren. Auch das neue Fahrzeug sei bereits eingetroffen. Kostenpunkt: 353 000 Euro, vom Freistaat Bayern gab einen Zuschuss in Höhe von 119 000 Euro. Die Gemeinde ließ von September 2015 bis August diesen Jahres spezielle „Brennpunkte“ überwachen, um Verkehrsüberschreitungen zu messen. Für Bürgermeister Johann Stegmair eine sinnvolle Angelegenheit, um möglichen Handlungsbedarf zu sehen. So zählte man an der „St 2054/Freisinger Straße“ 952 Überschreitungen, an der Hauptsstraße (B 13) sogar 960 und in Herschenhofen noch 611 Überschreitungen. Immerhin: An der Grundschule gab es lediglich sechs Verkehrsteilnehmer, die zu schnell unterwegs waren. „Die Beanstandung der Bürger hat sich an manchen Stellen aber schon bestätigt“, gab Stegmair zu und schloss nicht aus, aus gegebenem Anlass an so mancher Stelle zu reagieren. 

Anna Schledzinski

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