Aus Fahrenzhausen 

Kinderhaus oder Kindergarten: Gemeinderat war unsicher

Fahrenzhausen – Zwei Themen beherrschten am vergangenen Montagabend die Gemeinderatssitzung in Fahrenzhausen. Die Umbenennung einer Einrichtung rief dabei eine leicht kontroverse Diskussion hervor.

Bürgermeister Heinrich Stadlbauer startete die Sitzung mit einem Beschlussvorschlag für den Nachtragshaushalt 2016. Der wurde dem Gemeinderat nach einer eingehenden Beratung zwischen dem Finanz-, Sozial-, sowie Personalausschuss vorgelegt. „Mehrere Maßnahmen haben dazu geführt“, erklärte der Rathauschef gegenüber seinen Kollegen. Bei etwa zehn Positionen hätte die Kommune nachjustieren müssen. „Die gesetzlich notwendigen Auflagen müssen schließlich erfüllt werden“, so Stadlbauer. Nach Aufstellung des Haushaltsplans habe man später bei den Vorbereitungen der Pläne gemerkt, dass die eine oder andere Durchführung dann doch mehr kostete. „Oder es sind Umstände aufgetreten, die wir nicht vorhersehen oder einplanen konnten“, führte der Bürgermeister weiter aus. Er betonte zudem, dass es sich dabei um Beschlüsse handle, die bereits im Vorfeld durch den Gemeinderat bestätigt worden waren. „Wir müssen jetzt einfach finanztechnisch alles richtig stellen.“ Laut dem Beschluss wird der Verwaltungshaushalt um 406 000 Euro auf 9,42 Mio Euro erhöht werden, der Vermögenshaushalt steigt nunmehr auf 14,14 Mio. Euro und beinhaltet einen Aufschlag von 224 200 Euro.

Die Leitung des „altersgeöffneten Kindergartens Sonnenschein“ in Kammerberg trat mit der Bitte an die Gemeinde, ihre Einrichtung in „Kinderhaus Sonnenschein“ umbenennen zu dürfen. Als Grund wurde angegeben, dass in der Einrichtung seit Längerem zwei Kindergarten- und zwei Kinderkrippengruppen betrieben werden, im Namen der Einrichtung jedoch nur die Bezeichnung „Kindergarten“ aufgeführt ist. „Dies erwecke den Anschein, dass lediglich Gruppen im Kindergartenbereich angeboten werden“, erklärte das Gemeindeoberhaupt den Antrag. So solle nun eine neutrale Bezeichnung helfen, diesen Eindruck gar nicht erst entstehen zu lassen. Diesen Wunsch konnten einige der Gemeinderatsmitglieder nicht nachvollziehen, außerdem gefiel vielen der Zusatz „Kinderhaus“ überhaupt nicht. Stadlbauer berichtete, im Vorfeld der Sitzung den „altersgeöffneten Kindergarten Sternschnuppe“ in Bergfeld befragt zu haben, ob auch hier der Wunsch auf Umbenennung bestünde – dessen Einrichtung beinhalte schließlich auch Kindergarten und Kinderkrippe. Dies wurde seitens der Leitung jedoch abgelehnt. Nach einer ausführlichen Beratung von Für und Wider sprach sich der Gemeinderat mit 6:8 Stimmen gegen den Antrag aus.

Zum Schluss wurde der Kauf eines Schmalspurkommunalfahrzeugs für den Bauhof verkündet. Für den Bürgermeister sei dies eine notwendige Anschaffung. „Damit sind wir dann für die Winterzeit gut gerüstet und können ordentlich Schnee schippen.“

Rubriklistenbild: © dpa

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