"Knüller" beim Jahrestreffen der SPD

Neufahrn - Wirtschaftförderung ist „Chefsache“ im Rathaus, hieß es lange. Dann war Kämmerer Johann Halbinger der „Kümmerer“ in Sachen Gewerbeansiedlung. Nun hat die Gemeinde doch eine eigene Stelle dafür geschaffen. Sehr zur Freude der SPD, wie diese bei ihrer Jahreshauptversammlung betonte.

Die Vorsitzende der Neufahrner Sozialdemokraten, Beate Frommhold-Buhl, und ihr Stellvertreter Lukas Schablitzki legten den gut 20 Teilnehmern der Mitgliederversammlung eine durchweg positive Bilanz ihrer Aktivitäten vor. Der Ortsverband setzt sich demzufolge etwa für den sozialen Wohnungsbau und für eine Verbesserung der Kinderbetreuung ein. Außerdem ist man zur Zeit in den verschiedenen Wohnvierteln auf Tour. Mit der Aktion „Wir müssen reden“ geht man laut Schablitzki auf Ideenfang, hört sich Vorschläge aus der Bevölkerung an, was und wie man etwas verbessern kann.

Frommhold-Buhl sprach die Erfolge an, die man in jüngster Zeit erzielt habe. Dass Gemeinderätin Ursula Schablitzki jetzt Jugendreferentin ist, begrüßte die Vorsitzende ausdrücklich. Nicht zuletzt deshalb, weil die SPD damit drei Referentenposten inne hat - wohlgemerkt bei nur drei Sitzen im Gemeinderat. Frommhold-Buhl selbst ist Sozialreferentin, Genossin Manuela Auinger Sportreferentin.

Als „Knüller“ sieht es Frommhold-Buhl an, dass die Gemeinde jetzt offenbar einer lange formulierten Forderung der SPD nachgekommen ist und die Stelle eines „Standortförderers“ ausgeschrieben hat. Noch dazu mit einem Anforderungsprofil, das ziemlich genau dem einer „Powerpoint-Präsentation“ der SPD-Fraktion entspricht, wie sie erfreut kundtat. Beate Frommhold-Buhl sagte: „Wir haben immer die Meinung vertreten, dass es eine eigene Stelle braucht“. Erfreulich ist laut der Vorsitzenden auch, dass sich „sehr viele Interessenten“ auf die Annonce gemeldet hätten. Die Chancen stünden gut, eine geeignete Person zu finden.

Bürgermeister Franz Heilmeier hat die Stellenausschreibung auf Anfrage bestätigt. Als Grund gab er an, dass Kämmerer Hans Halbinger nicht mehr genügend Zeit aufwenden könne für den Bereich Wirtschaftsförderung. Mit ein Grund: Halbingers Stellvertreter nehme die Elternzeit in Anspruch.

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