Vier Gegenstimmen im Kreisausschuss

FMG sponsert Realschul-Projekt

Freising - Mit 2400 Euro unterstützt die FMG das Projekt „Mädchen machen Technik“ an der Echinger Realschule in den nächsten drei Jahren. Vier Mitglieder des Kreisausschusses sahen das Ganze allerdings skeptisch.

Viele Jahre lang hat die Technische Universität München das Projekt „Mädchen machen Technik“ an der Echinger Realschule nicht nur mit Manpower, sondern auch mit Equipment unterstützt. Jetzt will sich die TU finanziell zurückziehen, weshalb sich die Schulleitung in Eching auf die Suche nach einem neuen Sponsor begeben hat. Und man ist fündig geworden: Die Flughafen München Gesellschaft (FMG) wird das Projekt in den Jahren 2016 bis 2018 mit jährlich 800 Euro unterstützen. Der Kreisausschuss hat diesem Vertrag am Donnerstag zugestimmt. Mit vier Gegenstimmen. 

Denn dass Firmen Sponsoring an Schulen übernehmen, um sich selbst darzustellen, das stieß nicht nur Helmut Priller (ÖDP) sauer auf. Und da sei es auch egal, so Priller, ob es sich um Nutella oder die FMG handle. Auch Toni Wollschläger (Grüne) war gegen diese Art des Sponsorings. Schulen müssten durch Steuergelder finanziert werden – nicht durch Firmen. Besonders skeptisch war Wollschläger freilich auch deshalb, weil die Frage der dritten Startbahn „noch nicht ausgestanden“ sei. Er befürchte, dass die FMG für 800 Euro pro Jahr eine sehr billige Werbemaßnahme für sich und die Startbahn fahre. 

Landrat Josef Hauner (CSU) und Toni Neumaier (SPD) betonten allerdings, man habe doch den bestehenden Flughafen als Partner in der Region akzeptiert. So ein Sponsoring ändere ja nichts an der ablehnenden Haltung gegenüber der dritten Startbahn. Und Freisings OB Tobias Eschenbacher (FSM) ergänzte, dass man, wenn die FMG solche Projekte nicht sponsern dürfe, den Schülern auch untersagen müsse, die Berufsinformationsmesse Berufsfit zu besuchen. Rainer Schneider (FW) fand die ganze Diskussion eh „a bissl überzogen“. Er halte die Sache für unproblematisch. 

Gegen die Stimmen von Wollschläger, Claudia Bosse (Grüne), Priller und Albert Schindlbeck (Linke) wurde genehmigt, dass die FMG mit 2400 Euro in den nächsten drei Jahren die Realschule unterstützen darf – und damit die Mädchen, die Technik machen.

Andreas Beschorner

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