Polizei geht von Badeunfall aus

Toter Chinese in der Isar - ein zweiter wird vermisst

Hallbergmoos - Grausiger Fund: Passanten haben am Samstag eine in der Isar schwimmende Männerleiche entdeckt. Der Mann war nach Polizeiangaben wohl nicht allein unterwegs.

Sie wollten das sonnige Wetter nutzen, um einen Radlausflug entlang der Isar zu unternehmen. Doch der schöne Nachmittag endete für ein Ehepaar aus Eching abrupt, als die beiden gegen 16.30 Uhr vom westlichen Ufer aus einen leblosen Körper entdeckten, der im Wasser trieb. Die sofort alarmierte Feuerwehr zog den Mann aus dem Wasser, doch der Notarzt konnte nur noch seinen Tod feststellen, meldet das Polizeipräsidium Oberbayern Nord.

Weiter flussaufwärts wurden dann bei der Wasserwalze zwei abgeschlossene Fahrräder, zwei Rucksäcke und Kleidungsstücke von zwei Personen gefunden. Die Ausweise in den Rucksäcken lauteten auf zwei 34 und 35 Jahre alte chinesische Staatsangehörige mit Wohnsitz in München. „Zwischenzeitlich konnte ermittelt werden, dass beide am Münchner Firmensitz einer asiatischen IT-Gesellschaft beschäftigt waren“, schreibt die Polizei.

An der Suche nach dem zweiten Mann waren Kräfte der Polizei, der Feuerwehren aus Neufahrn, Mintraching, Goldach, Achering, der Wasserwacht aus Neufahrn, Eching, Freising, Kranzberg, der Rettungsdienst sowie ein Notarzt beteiligt. Auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt. Doch von dem Vermissten fehlt jede Spur. Die Suche wurde zwischenzeitlich eingestellt. Unklar ist, ob sie am heutigen Dienstag noch einmal aufgenommen wird. „Wir können zurzeit nicht sagen, ob wir weiter nach dem zweiten Mann suchen werden“, sagte ein Polizeisprecher.

+++ Update: Der 34-jährige Arbeitskollege wird weiterhin vermisst. Die Polizei will nun Hinweise aus der Bevölkerung abwarten, bevor sie die Suche fortsetzt. +++

Inzwischen hat die Kriminalpolizeiinspektion Erding die Ermittlungen aufgenommen. Sie konnte den Toten am Montagnachmittag identifizieren. Es handelt sich um einen 35 Jahre alten chinesischen Staatsangehörigen, der für die Münchener Firma eines asiatischen Handyherstellers arbeitet und in München wohnt. Die Ermittler gehen nach jetzigem Erkenntnisstand von einem Badeunfall aus. Anhaltspunkte für ein Dritt- oder Fremdverschulden liegen laut Polizei nicht vor. Ob der Tote obduziert wird, steht noch nicht fest.

Teresa Pancritius

Rubriklistenbild: © dpa

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