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Meister, Topscorer, Probetraining in Amerika: Eishockey-Talent Valentin Kopp ist weiter auf der Überholspur.

Jungadler Mannheim

Valentin Kopps Saison der Superlative

Mannheim/Wang - Riesen-Erfolg für Eishockey-Talent Valentin Kopp: Der 18-Jährige aus Wang hat mit den Jungadlern Mannheim seine dritte deutsche Meisterschaft in Serie gewonnen und zudem eine persönliche Rekordsaison in der deutschen Nachwuchsliga DNL hingelegt. Viel Zeit zum Feiern gibt es allerdings nicht.

40 Siege in 44 Hauptrundenbegegnungen und obendrein die fünfte Meisterschaft hintereinander: Die Jungadler Mannheim haben in der DNL erneut für Furore gesorgt. Und das Top-Talent aus Wang war maßgeblich an diesem Erfolg beteiligt: Nicht weniger als 86 Scorer-Punkte erzielte Valentin Kopp in 40 Hauptrunden-Spielen. Wäre er nicht durch eine Verletzung beim Fünf-Nationen-Turnier des U19-Nationalteams im Februar gebremst worden, hätte er sicher an der 100er-Marke kratzen können. 

Aber auch so hat der 18-Jährige mit starken Statistiken auf seine Entwicklung aufmerksam gemacht: Er erzielte die meisten Tore in der Liga (31), gab die meisten Vorlagen (55). Dazu hatte er die beste Plus/Minus-Statistik (+59) sowie die meisten Game-Winning-Goals (7) und die meisten Shorthanded Goals (3) verbucht. Abgerundet wird seine Statistik mit den jeweils zweiten Plätzen in den Kategorien Powerplay-Tore (8), Powerplay-Assists (18) und Shorthanded Assists (4). Fazit: Er war mit seinen Partnern Julian Napravnik und Samuel Soramies meist die treibende Kraft des besten Sturms in der Liga. „Das Kollektiv hat uns besonders stark gemacht. Wir haben uns perfekt ergänzt, da hat einfach alles gepasst“, sagt Kopp über seine Angriffspartner. 

Die Hauptrunde hatte das Jungadler-Team unangefochten auf Rang eins abgeschlossen: Der Vorsprung auf den Zweitplatzierten aus Köln betrug komfortable acht Punkte, der Abstand zum Dritten und späteren Finalgegner Eisbären Juniors Berlin unglaubliche 41 Zähler. Daher gingen die Mannheimer natürlich als Favorit in das erstmals in Turnierform ausgetragene Meisterschaftsfinale. Nachdem die Jungadler zum Ende der Runde aber ein wenig ins Wanken geraten waren, fuhren sie doch mit gemischten Gefühlen nach Berlin, wo sie in der Gruppe A auf Krefeld und Bad Tölz trafen. Valentin Kopp ging gesundheitlich angeschlagen ins Turnier, konnte aber im ersten Spiel gegen Krefeld zwei Torvorlagen zum 7:3-Erfolg beisteuern. Da Krefeld gegen Bad Tölz auch seine zweite Partie verlor, war der Einzug ins Halbfinale bereits gesichert. Deshalb wurde Kopp im zweiten Spiel beim 1:4 gegen Bad Tölz geschont. 

Im Halbfinale gegen Köln zeigten die Jungadler jedoch, warum sie in der Hauptrunde das Nonplusultra waren: Trainer Frank Fischöder hatte wieder auf seine Paradereihe umgestellt – und so zog Mannheim mit einem 3:1-Sieg ins Finale ein. Kopp steuerte auch hier zwei Torvorlagen bei und stand bei allen drei Treffern auf dem Eis. Und auch im Endspiel gegen die Eisbären Juniors Berlin war er eine der Stützen des Teams: In der 15. Minute war Kopp der Vorlagengeber für die Mannheimer Führung. Zwar lagen die Jungadler Mitte des zweiten Drittel dann kurzzeitig mit 1:2 hinten, Mannheim stellte jedoch sofort wieder auf 2:2. Zu Beginn des dritten Durchgangs brachte Kopp selbst sein Team mit 3:2 in Führung, die aber nur bis zur 50. Minute hielt. Doch als sich viele schon auf die Overtime eingestellt hatten, netzte Napravnik 13,6 Sekunden vor Schluss ein. Am Ende gewann Mannheim sogar noch durch ein technisches Tor mit 5:3. 

Viel Zeit zum Feiern gab es für Kopp nicht: Die Meisterfeier des Teams genoss er noch in vollen Zügen. Während der Saisonabschlussfete mit Familien, Ehrenamtlichen und der gesamten Vorstandschaft am Tag darauf befand er sich aber bereits im Flugzeug Richtung Nordamerika, wo er zum Probetraining eines Clubs aus der North American Hockey League (NAHL) eingeladen war. Der Trip zu seiner möglichen nächsten Station in seiner Eishockey-Ausbildung war immerhin bereits seit Jahresbeginn geplant. Der weitere Terminplan ist ebenfalls eng gestrickt: Kaum wieder zurück in Deutschland, stehen für ihn die Abiturprüfungen an.

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