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„Packen an so vielen Ecken an“: Mauerns Gemeindechef Georg Krojer bei seinem Bericht in der Bürgerversammlung.

Bürgerversammlung in Mauern

Georg Krojer verspricht zur Windkraft: „Ihr allein habt das letzte Wort“

Mauern - Gut besucht war die Bürgerversammlung in Mauern. Bürgermeister Georg Krojer gab dort Neues bekannt und ging auf das Thema ein, das viele am meisten umtrieb: die Windkraft.

Viele Mauerner nutzten auch in diesem Jahr die Möglichkeit, an der Bürgerversammlung in der Gaststätte Wiesheu teilzunehmen. Schließlich stand neben einem Rückblick auf die vergangenen zwölf Monate auch ein wichtiges Projekt der nahen Zukunft auf der Tagesordnung: das potentielle Windrad.

Marode Straßen: Handlungsbedarf

„Jedes Mal ist es wieder eine große Herausforderung, eine informative und aufschlussreiche Veranstaltung zusammenzustellen, da wir an so vielen Ecken anpacken, angepackt haben oder es vorhaben, zu tun“, sagte Rathauschef Georg Krojer zur Begrüßung der Zuhörer. Ein Bereich mit großem Handlungsbedarf bildete laut Krojer die Instandhaltung und Pflege der Straßen, Wege und Brücken innerhalb der Gemeinde. Dies werde die Kommune auch noch die kommenden Jahre beschäftigen. 

„Im Mitterfeld steht die Sanierung der Oberfläche an, diese befindet sich im kompletten Gebiet in einem schlechten Zustand.“ Dazu würden Bodenproben gezogen und anschließend untersucht. „Fest steht, dass die Fahrbahndecke zum Teil nur fünf Zentimeter dick ist“, offenbarte Krojer. Auch in der Birkenstraße herrschen ähnliche Verhältnisse, ein Neubau mit Gehweg sei dort unausweichlich. „Eine Sanierung ist aufgrund des maroden Zustandes nicht mehr möglich, es muss ein kompletter Ausbau mit Unterbau erfolgen.“

Zuwachs im Feuerwehr-Fuhrpark

Bereits investiert wurde in den Bauhof: Ein Räumgerät für Gully-Eimer, der hydraulisch betrieben wird und für den Radlader kompatibel ist, sowie kleinere Maschinen für die Werkstatt komplettieren nun die Ausrüstung. „Als Nächstes steht noch die Ersatzbeschaffung für den Pritschenwagen an. Der ist alt und verursacht ständig hohe Reparaturen und Ausfälle“, berichtete der Bürgermeister. 

Ersatz benötige auch die Feuerwehr. Das 36 Jahre alte Fahrzeug „LF8“ werde nicht mehr lange im Dienst stehen können. Dafür dürfen sich die Feuerwehrleute über ein neues Mannschaftstransportfahrzeug freuen, welches im Oktober offiziell übergeben worden war. „Es kann nicht nur als Transportfahrzeug für Personen, sondern auch für kleinere Einsätze wie Hilfeleistungen oder bei Hochwasser genutzt werden“, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Neubaugebiet: Straßennamen bekannt

Auch das Neubaugebiet war Thema des Abends. Dabei hatte Georg Krojer eine besondere Bekanntmachung parat: „Die Straßennamen werden ‚Oberfeldring’ und ‚Wiesengrund’ lauten.“ Diese seien schon im neuen Ortsplan enthalten, den Krojer am Abend vorstellte. Einige Exemplare konnten die Bürger bereits mitnehmen.

Anbau am Alten Rathaus

Neues gab es auch bezüglich des Alten Rathauses zu berichten. Das soll laut Krojer energetisch und barrierefrei saniert werden. „Die künftige Nutzung sieht vor, dass das Erdgeschoß mit Verwaltungsräumen der VG genutzt werden und die Obergeschoße rein für kulturelle Zwecke zur Verfügung stehen.“ Zudem wird im Osten ein Anbau im Innenhof den Zugang zu den Obergeschoßen per Aufzug ermöglichen, und ein Aufbrechen der Fassade soll „mehr Licht ins Gebäude bringen“. Die Kommune kann hierfür mit Fördermittel von rund 495.000 Euro rechnen.

Schuldentilgung: Weniger Minus

Der Finanzbericht der Gemeinde gab einen Kassenstand zum 1. November in Höhe von 2.150.000 Euro an. Der Schuldenstand werde sich zum Ende des Jahres auf 2.969.000 Euro verringern. „Maßgeblich hierfür ist eine Tilgung von 207.000 Euro sowie eine Umschuldung von einer Million Euro“, sagte Krojer.

Weiterer Windkraft-Infoabend

Mit großer Spannung aller Anwesenden brachte Georg Krojer abschließend noch das Thema Windrad zur Sprache. Der Bürgermeister lobte die vergangene Info-Veranstaltung (wir berichteten) und gab bekannt, dass es einen zweiten Teil geben werde. „Da unser Experte zum Thema Infraschall nicht anwesend sein konnte, dies aber eines der wichtigsten Anliegen der Bürger ist, wollen wir den Vortrag nachholen.“ 

Am Mittwoch, 23. November, soll dann Bernhard Brenner vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit referieren. Das Ganze findet um 19 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Dabei beließ es Georg Krojer dann auch, nahm sich aber die Zeit, um etwas klarzustellen: „Ich betone noch einmal, dass wir nichts über die Köpfe der Bürger entscheiden werden. Ihr allein habt dabei das letzte Wort!“

Anna Schledzinski

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