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Eine bemerkenswerte Ausstellung haben die Künstler am Wochenende im Zehentstadel präsentiert. Das Lob von Kulturreferent Rudi Heinz (l.) ging an (v. l.) Vorsitzende Daniela Eiden, Johannes Karl, Petra Moßhammer, Peter Weidl sowie alle anderen Künstler.

Gelungene Ausstellung im Zehentstadel

Beim 20. Kunstwochenende in Moosburg gab's viele kreative Postkarten

Moosburg - Beim Kunstwochenende in Moosburg präsentierte sich die Dreirosenstadt von ihrer kreativen Seite: Bei der "Mail-ArtAktion" sind über 130 Postkarten zum Thema 20 kunstvoll gestaltet worden.

Herausragende Künstler, ein interessantes Literaturprogramm und stets auch die künstlerische Förderung der Jugend: Das ist es, was das Moosburger Kunstwochenende seit mittlerweile 20 Jahren auszeichnet. Zur Jubiläumsveranstaltung an diesem Wochenende präsentierte das Team um Vorsitzende Daniela Eiden sogar Kunst auf der Postkarte. Die „Mail-ArtAktion“, die anlässlich des „runden“ Geburtstages initiiert worden war, sei auf großes Interesse gestoßen, verriet Eiden. Über 130 Postkarten seien zum Thema „20“ individuell und kreativ gestaltet worden.

Die erlesene Auswahl der ausstellenden Künstler sorgte auch heuer wieder für Überraschungen. Frei nach dem Motto „Weniger ist mehr“, habe Eiden, die seit 1999 als Vorsitzende fungiert, stets ein gutes Händchen bewiesen, lobte Kulturreferent Rudi Heinz. Das Moosburger Kunstwochenende im Zehentstadel sei mittlerweile zu einer ganz besonderen Kulturveranstaltung in der Region avanciert. Als „Moosburger Malermarkt“ hätten die ersten Ausstellungen vor 20 Jahren auf der Straße stattgefunden, erinnerte die Vorsitzende. Initiator sei Josef Birnkammer gewesen. Mit Beharrlichkeit und Mithilfe der Stadt sei aus dem „vormals ungeliebten städtischen Denkmal Zehentstadel“ nach und nach ein ansehnlicher Veranstaltungsort entstanden. Mehr als hundert Künstler hätten bisher die Kunstwochenenden bereichert. Spannende Künstler prägen auch heuer die Ausstellung. Viel Raum für die Entfaltung der eigenen Fantasie lassen die Skulpturen und Zeichnungen von Peter Weidl. Der akademische Bildhauer, der schon viele Kunstwerke für den öffentlichen Raum geschaffen hat, zeigt dreidimensionale Körper mit überproportional langen Gliedmaßen. Mit minimalen Feder- und Pinselstrichen schafft er auf der Leinwand ein ganz dichtes Raumgefühl.

Petra Moßhammers großformatige Porträts und Stillleben wirken auf den Betrachter herzerfrischend lebendig. In nur wenigen Jahren hat die ausgebildete Pharmazeutin den Sprung in die zeitgenössische Kunstszene geschafft.

Katja Bonnländer beschäftigt sich mit Konzeptkunst und Kunsttherapie. Ein „leichtes Material“ hat Paula-Jiun No für ihre Art der Kunst gefunden. Papier schöpft sie selbst, lässt es trocknen, um es dann zu schneiden, zu reißen und zu neuen Formen zu fügen. Eine Videoanimation, die sich mit Kaspar Davids Friedrichs romantischem Bild „Der Wanderer“ auseinandersetzt, zeigt Johannes Karl. Dabei soll nicht der Kontrast zwischen den Epochen aufgezeigt werden, sondern die Dialektik zwischen beiden. Kinderbuchillustrator Reinhard Michl ist mit Zeichnungen voller Poesie und Humor vertreten.

Schüler des Karl-Ritter-von Frisch-Gymnasium Moosburg und der Montessori-Schule Freising stellten am Samstag eigene Texte vor. Zur Finissage am Sonntag gab es einen überaus interessanten Vortrag über die Felsbilder der Sahara von Ingrid Künne.

Zum Jubiläum konnte ein hochwertiger Postkartenkatalog mit Motiven von Künstlern der aktuellen und der voraus gegangenen Ausstellungen erworben werden. Fazit: eine bemerkenswerte Ausstellung, die Dank des unermüdlichen Engagements der ehrenamtlich tätigen Mitglieder der Altstadtförderer wieder zu einem außergewöhnlichen Erfolg geworden ist.

Maria Martin

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