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Auf dem Moosburger Frühlingsfest ist mindestens ein falscher 50-Euro-Schein aufgetaucht. Der Polizei wurden außerdem zwei weitere Verdachtsfälle gemeldet.

Bäcker bemerkt Blüten

Falschgeld auf dem Frühlingsfest Moosburg aufgetaucht

Moosburg - Auf dem Frühlingsfest wurde Falschgeld in Umlauf gebracht. Die Polizei versucht, Schausteller und Besucher für das Thema zu sensibilisieren - und appelliert nun an die Händler.

Drei Euro kostet die große Breze am Stand der Bäckerei auf dem Moosburger Frühlingsfest. Der Kunde legt einen 50-Euro-Schein auf den Tresen und verschwindet dann mit Breze und 47 Euro Wechselgeld. So oder ähnlich muss es sich am Samstag zwischen 13 und 22 Uhr zugetragen haben. Denn Fakt ist: Als der Bäckermeister danach die Einnahmen kontrolliert, fällt ihm ein falscher Fünfziger in die Hände.

Dabei handelt es sich um eine ziemlich plumpe Fälschung, wie Moosburgs Vize-Polizeichef Gerhard Steibl im Gespräch mit dem FT einräumt. „Es war eine einfache Farbkopie. Sämtliche Echtheitsmerkmale wie Sicherheitsstreifen, Wasserzeichen oder Riffelung fehlen.“ Die Verkaufskraft im Bäckerstand hat es wohl im Kundenandrang dennoch nicht bemerkt.

Fast zeitgleich meldet sich der Betreiber eines Fischstands bei der Polizei: Auch er vermutet, dass bei ihm mit einem gefälschten Schein bezahlt wurde. Nach Bekanntwerden der beiden Fälle schwärmen die Beamten auf dem Frühlingsfest aus und sensibilisieren die übrigen Schaustellern und Verkäufern. Und siehe da: Auch an einem Würstlstand gibt der Händler zu Protokoll, einen verdächtigen Schein in der Kasse bemerkt zu haben.

Die Polizei appelliert an die Händler

Die Farbkopie des 50ers liegt mittlerweile auf der Wache der Moosburger Polizei. Die beiden anderen Scheine konnten allerdings noch nicht näher untersucht werden, da sie noch nicht abgegeben wurden. Gerhard Steibl appelliert deswegen dringend an die jeweiligen Händler, die Verdachtsfälle zur weiteren Untersuchung abzugeben. „Wir können so noch nicht sagen, ob die Fälle zusammenhängen oder ob es sich um komplett unterschiedliche Fälschungen handelt.“ Sollte es sich um aufwändig hergestellte Blüten handeln, werde man die falschen Noten an die Kripo beziehungsweise zu den Experten des Landeskriminalamts weiterleiten.

Laut Gerhard Steibl haben es die Mitarbeiter seiner Inspektion im Schnitt alle zwei Wochen mit einem Fall von Falschgeld zu tun. „Größtenteils sind das 50-Euro-Scheine, ab und zu auch 20er, Hartgeld ist fast nicht mehr dabei.“ Meist würden die Fälschungen erst dann auffallen, wenn sie von Geschäften bei einer der örtlichen Banken eingezahlt wurden. Dass es auf dem Moosburger Frühlingsfest noch zu weiteren Fällen kommt, das hält der stellvertretende PI-Chef für unwahrscheinlich. „Ich glaube nicht, dass ein Täter mehrere Tage am Stück Blüten auf dem Volksfest verteilt. Das ist dem wohl zu gefährlich.“

Auf Blüten bleibt man sitzen

Wie lassen sich Blüten erkennen?

Die Deutsche Bundesbank empfiehlt, Banknoten nach dem Prinzip „Fühlen-Sehen-Kippen“ zu prüfen. Verbraucher sollten nicht nur auf den Gesamteindruck schauen, sondern gezielt auf bestimmte Sicherheitsmerkmale achten: Auf der Vorderseite der Geldscheine sind zum Beispiel Teile des Druckbildes zu fühlen. Die Hologrammelemente verändern sich beim Kippen der Scheine, und das Wasserzeichen ist nur in der Durchsicht zu sehen.

Gibt es Ersatz für Falschgeld?

Nein. Wer sich eine Blüte unterschieben lässt, bleibt auf ihr sitzen. Die Weitergabe von Falschgeld ist genau wie die Herstellung strafbar.

Was tun, wenn Falschgeld im Geldbeutel gelandet ist?

Grundsätzlich sollten Verbraucher bei falschen Banknoten sofort die Polizei informieren. Bei gefälschten Münzen bittet die Deutsche Bundesbank, sie in der zuständigen Filiale der Zentralbank einzureichen (Weitere Informationen hierzu online auf www.bundesbank.de).

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