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Eine Feuerwehrfrau prüft bei einer Einsatzübung am Moosburger Krankenhausweg den Atemschutz ihrer Kameraden.

Einsatzübung am Krankenhausweg

Feuerwehr Moosburg probt Ernstfall: Simuliertes Schreckensszenario

Moosburg - Was am Montagabend am Krankenhausweg nach einem Ernstfall aussah, war in Wahrheit nur eine lange geplante Übung der Feuerwehr. Das Ergebnis stellte zufrieden – bis auf ein Detail.

Der Frau ist ihr Schrecken ins Gesicht geschrieben. „Was ist denn los?“, fragt sie und ihre Schritte werden schneller. „Nur eine Übung“, beruhigt sie einer der Feuerwehrleute. „Oh Gott, jetzt hab’ ich mir echt Sorgen gemacht, meine Tochter wohnt in der WG“, sagt die Frau und fasst sich erleichtert an die Stirn.

Zugführer Johann Niedermaier füllt die Garage des Hauses mit Qualm - per Fernbedienung.

Es sieht alles nach einem handfesten Einsatz aus, was sich am Montagabend am Moosburger Krankenhausweg 7 abspielt. Wasserschläuche auf der Straße, Feuerwehrleute mit Atemschutz und ein qualmendes Haus. Doch weder Menschen noch Gebäude nehmen dabei Schaden. Hinter der Meldung „Starke Rauchentwicklung in Partykeller“ steckt an diesem Tag lediglich eine seit Monaten geplante Übung der Moosburger Feuerwehr. Nur der Frau hatte offenbar niemand Bescheid gesagt.

Mit einem Gebläse wird der Qualm wieder aus dem Gebäude vertrieben.

Zugführer Johann Niedermaier, grauer Schnauzer und Latzhose, steht vor der Garage des Backsteinhauses und drückt auf eine Fernbedienung. Ein Zischen ist zu hören, aus den Ritzen des Tors dringt Qualm – harmloser Partynebel. Derweil sausen um Niedermaier an die 20 Feuerwehrleute herum, ein Trupp betritt mit Atemmasken das Haus. „Im dichten Qualm müssen sie zwei vermisste Personen suchen“, erklärt der Zugführer, während er die Garage – den simulierten Partyraum – weiter verraucht. „Du musst da absolut blind suchen. Das ist mit dem schweren Atemschutz ganz schön anstrengend.“ Die Puppen, die er zuvor mit einem Kollegen platziert hat, lägen so, „dass es nicht so einfach ist“, sagt Niedermaier und grinst. „Außerdem müssen sie mit Wasser am Rohr reingehen, Eigenschutz.“

Nachbesprechung: „Im Großen und Ganzen hat alles gepasst.“

Die Schläuche bleiben bei der Übung natürlich trocken – schließlich will niemand das Haus fluten, das freundlicherweise von Bekannten der Feuerwehrführung zur Verfügung gestellt wurde. Nach einer halben Stunde ist das Spektakel schon wieder vorbei: Die Puppen gerettet, der Qualm aus dem Haus geblasen. Die Helfer bilden einen Kreis – zur Nachbesprechung. Die Führungskräfte sagen: „Im Großen und Ganzen hat alles gepasst.“ Nur einen Punkt hält Johann Niedermaier für verbesserungswürdig: „Wenn ihr gleich nur über die Landshuter Straße angefahren wärt, hättet ihr euch die aufwendige Schlauchleitung von oben über die Krankenhaustreppen sparen können.“

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