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Kammerorchester Moosburg begeistert mit Jubiläumskonzert

Moosburg - Einen Melodienstrauß hat das Kammerorchester Moosburg zu seinem 25. Geburtstag gebunden. Beim Jubiläumskonzert am Samstag bekam das Publikum diesen überreicht.

Erwin Weber war es, der auch an diesem Abend den Taktstock schwang, dem das Orchester vertraute und folgte, der die Qualitäten seines Ensembles herauszuarbeiten wusste, und der auch die einzelnen „Blumen“ des „Straußes“ erklärte und mit netten Anekdoten anreicherte. Und das passte: Denn zum Geburtstag des Kammerorchesters waren es schon eher fröhliche und mitreißende Melodien, die dem Publikum ins Ohr gingen, keine sperrige Kompositionen. Das Konzert war deutlich geteilt. Vor der Pause die Klassik – von Gioachino Rossinis Ouvertüre aus „Die diebische Elster“ als Ouvertüre des Abends bis hin zu „Les Toreadors“ aus Georges Bizets Oper „Carmen“. Von Instrumentalstücken wie dem „Kaiserwalzer“ und der Polka „Unter Donner und Blitz“ von Johann Strauß bis hin zu Arien wie „Ich lade gern mir Gäste ein“ aus „Die Fledermaus“ von Johann Strauß und „Meine Lippen, sie küssen so heiß“ aus Franz Lehars Operette „Giuditta“.

Claudia Römer war die Frau und Solistin, die die Arien und Gesangspartien des Abends übernommen hatte und mit ihrer Stimme und Präsenz das Publikum in ihren Bann zog. Und das auch im zweiten Teil des Konzertes nach der Pause mit modernen Stücken und Kompositionen: Da war zunächst das Werk „Elysium“ des 1972 am Chiemsee geborenen Jo Blankenburg, der inzwischen als Filmmusikkomponist in Los Angeles lebt. „Elysium“ – ein von Gerhardt Boesl arrangiertes Werk aus Filmmelodien Blankenburgs – erlebte am Samstag in Moosburg seine Uraufführung. Das Kammerorchester wurde dadurch geadelt. Aber damit nicht genug der Filmmusik: Calvin Custers „Themen aus James Bond“ (zum Beispiel „Goldfinger“ oder auch „Live and let die“) kamen zur Aufführung, außerdem noch große Melodien aus Andrew Lloyd Webbers „Phantom der Oper“ – wieder mit Sopranistin Claudia Römer und ihrer eindrucksvollen Interpretation der Stücke.

Das Kammerorchester Moosburg wusste stets zu überzeugen – ob das nun die schwungvoll fröhlichen Werke der Klassik oder die modernen Titel der Genres Filmmusik und Musical waren. Vor allem die Crescendi hatte man unter Leitung von Erwin Weber hervorragend herausgearbeitet, beherrschte die leisen, ruhigen Passagen ebenso exakt wie die schnellen und schwungvollen Stücke, die mit entsprechend großer Verve vorgetragen wurden. Wer es noch nicht wusste, dem war nach diesen zwei Stunden klar, weshalb das Kammerorchester seit mittlerweile 25 Jahren Qualität garantiert und dafür sorgt, dass klassische Werke und anspruchsvolle Orchesterliteratur in Moosburg hoch gehalten werden. Man darf sich schon auf die nächsten 25 Jahre mit diesem exquisiten Klangkörper freuen.

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