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Die Wassergebühren werden rückwirkend zum 1. Januar von 1,64 auf 1,36 Euro pro Kubikmeter gesenkt.

Gute Nachricht für die Bürger

Moosburger Stadtrat senkt die Wassergebühren

Moosburg - Einen neuen Wasserpreis gibt es für die Moosburger Bürger rückwirkend zum 1. Januar. Der Stadtrat hat sich mehrheitlich für eine Senkung der Gebühren von 1,64 auf 1,36 Euro pro Kubikmeter geeinigt. Auch wenn die Zahl manchem immer noch zu hoch erschien.

Deutliche Überdeckungen gab’s bei den Wassergebühren der Stadt Moosburg seit einigen Jahren. Von der Beitrags- und Gebührenstelle der Kommunalverwaltung wurde die Kalkulation jetzt neu überarbeitet. Lisa-Marie Simmert wies in diesem Zuge aber darauf hin, dass bei der Nachkalkulation für 2015 eine Unterdeckung bei den Betriebskosten eingetreten sei.

Hier hakte Stadtrat Gerhard Beubl (SPD) nach: Wie könne es sein, dass sich nach jahrelangen Überdeckungen plötzlich 2015 eine Unterdeckung von 168 456 Euro ergeben habe? Und warum just in diesem Jahr eine Darlehensaufnahme von rund 500 000 Euro notwendig gewesen wäre, leuchte ihm nicht ein. Diese Fragen blieben in der Sitzung jedoch unbeantwortet. Beubl glaubt zudem, dass die für die künftige Kalkulation des Wasserpreises zugrundeliegende Abgabemenge von 782 000 Kubikmetern zu niedrig angesetzt sei. In den Jahren 2011 bis 2015 seien es im Schnitt 813 351 Kubikmeter gewesen. Immerhin sollen weitere Baugebiete ausgewiesen werden – und damit werde der Verbrauch doch steigen. Der SPD-Stadtrat plädierte außerdem dafür, den Preis sogar auf 1,30 Euro pro Kubikmeter zu senken.

2. Bürgermeister Josef Dollinger (FW) betonte, dass der Bürger doch gerne ein paar Cent mehr zahle, wenn er die Gewissheit habe, dafür bestes Wasser zu bekommen. Martin Pschorr (SPD) fand, dass ein neuer Wasserpreis von 1,36 Euro „nachvollziehbar“ sei. „Damit kann man in den nächsten vier Jahren leben.“ Rathauschefin Anita Meinelt (CSU) wies zudem daraufhin hin, dass es so sogar die Möglichkeit gebe, gewisse Rücklagen zu bilden. Bei drei Gegenstimmen beschlossen die Stadträte am Ende, die Gebühr rückwirkend zum 1. Januar zu senken.

Eins noch: 3. Bürgermeister Michael Stanglmaier (Grüne) wollte wissen, ob man künftig in den Sitzungen vom „guten Moosburger Wasser“ zu trinken bekomme. Das wurde ihm zugesichert.

Maria Martin

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