Geplantes Kulturfestival nimmt wichtige Hürden

Sponsor gefunden, Zuschuss bewilligt: Es läuft beim Moosburger Open Air

Moosburg - Die Macher des geplanten Kultur-Open-Air auf dem „Plan“ können loslegen: Moosburgs Stadträte haben einen Zuschuss bewilligt, außerdem wurde ein potenter Hauptsponsor gefunden. 

Auch wenn die Beamer-Präsentation ein paar Mucken machte: Der Großteil der Stadträte schien am Montagabend sehr angetan von dem für Sommer 2017 geplanten Kulturfestival, das Astrid von Willmann dem Gremium vorstellte. Die 2. Vorsitzende des Vereins Kultur Moosburg betonte das große Potential, das im „Alleinstellungsmerkmal“ des Veranstaltungsorts „Plan“ liege. Drei aufeinanderfolgende Themenwochenenden seien geplant: Musik, Kino/Film und Kabarett/Theater. Bei schlechtem Wetter weiche man in die Stadthalle aus. 

Rudolf Heinz, CSU-Stadtrat und Vorsitzender von Kultur Moosburg e.V., warb ebenfalls für das Event: „Unser Verein hat 200 Mitglieder, wir würden das gerne machen“, sagte er. Es sei „ein Angebot“ an die Stadt. Allerdings hoffe man auf die finanzielle Unterstützung der Stadt in Form eines Zuschusses, kostenlosen Bauhofleistungen, der gebührenfreien Nutzung des „Plans“ sowie einer Ausfallbürgschaft.

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Das planen die Organisatoren des Kulturfestivals

Dass der Verwaltung eine Bürgschaft „zu risikoreich“ sei, stellte Bürgermeisterin Anita Meinelt gleich zu Beginn der folgenden Diskussion klar. Ansonsten hatte sie keine Einwände. Im Gegensatz zu Alfred Wagner (UMB): Er finde die Idee zwar unterstützenswert, „aber ich wünsche mir 2017 bereits eine Baustelle auf dem ,Plan‘. Deshalb kann ich nicht zustimmen.“ Er wolle die Umgestaltung des Platzes nicht blockieren. 

Die Stadt hält ihren Geldbeutel bereit

Doch Meinelt sagte dazu: „Ich kann Ihnen tausendprozentig garantieren, dass wir in 2017 noch keine Baustelle am ,Plan‘ haben.“ Und Stadtbaumeister Florian Ernst bestätigte, dass es „äußerst unrealistisch“ sei, dass dort im Sommer 2017 bereits gearbeitet werde. Evelin Altenbeck (Grüne) bezeichnete das Vorhaben des Vereins als „genial“ und „einen guten Ersatz für die Festspiele“. Sie plädiere lediglich dafür, bei der Terminfindung auch das traditionelle Hirsch-Sommerfest zu berücksichtigen.

Hinsichtlich des Zuschusses stellte Rudolf Heinz klar, dass man die Veranstaltung ohne Finanzspritze der Stadt schaffen wolle – „das Geld würden wir nur verwenden, wenn wir es wirklich brauchen“. Schließlich waren mit Ausnahme von Georg Hadersdorfer (fraktionslos) alle Stadträte für die Genehmigung eines Zuschusses in maximaler Höhe von 20.000 Euro, kostenlosen Bauhofleistungen sowie der freien Nutzung des „Plans“. Selbst Alfred Wagner hatte eingelenkt.

25.000 Euro von einem regionalen Unternehmen

Die Vertreter des Kulturvereins zeigten sich im Anschluss hochzufrieden mit der Entscheidung. Rudolf Heinz fand es „super“, dass es nun an die Auswahl der Künstler und das genaue Ausloten der Termine gehen könne. Zur abgelehnten Ausfallbürgschaft meinte Heinz: „Wir haben damit bereits gerechnet und werden auch ohne zurecht kommen.“ 

Für die finanzielle Sicherung spricht, dass der Verein laut Heinz bereits einen regionalen Hauptsponsor ins Boot holen konnte. „Wir haben eine Zusage für 25.000 Euro“, sagte Heinz. Und: „Mit dem Unternehmen wurde besprochen, dass dies keine Auswirkung auf das Sponsoring anderer Vereine haben darf.“

Rubriklistenbild: © Forster

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