Dort wurden die toten Wildenten gefunden: der Moosburger Ausgleichsweiher an der Ex-B11.

Landratsamt informiert

Vogelgrippe für den Landkreis Freising bestätigt: Krisenplan läuft

Freising - Der Verdacht hat sich bestätigt: Die toten Wildenten, die am Dienstag am Moosburger Ausgleichsweiher gefunden wurden, waren mit dem hochansteckenden Vogelgrippe-Virus infiziert. Jetzt greift der Krisenplan.

Jetzt hat das Landratsamt Freising Klarheit. Wie Eva Dörpinghaus, Sprecherin der Behörde, mitteilte, hat das Friedrich-Loeffler-Institut am Freitag mitgeteilt, dass bei allen sechs Wildenten aus dem Landkreis die hochpathogene Variante der Vogelgrippe vorliegt. Die Tiere waren am Dienstag am Moosburger Ausgleichsweiher von Spaziergängern entdeckt worden.

Damit tritt der Krisenplan in Kraft. Zum einen herrscht ab sofort im gesamten Landkreis eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Sie gilt zunächst für unbestimmte Zeit und betrifft sowohl gewerbsmäßige Geflügelhalter als auch Züchter und Privatpersonen, die Geflügel halten. Das geht auf eine Anordnung von Umweltministerin Ulrike Scharf zurück, die für ganz Bayern gilt. Zum anderen wird eine drei Kilometer große Schutzzone um den Moosburger Ausgleichsweiher eingerichtet, wie Dörpinghaus erklärt. In diesem Gebiet muss Geflügel nicht nur in geschlossenen Ställen oder unter einer dichten Abdeckung gehalten werden, die verhindert, dass Wildvögel oder Einträge von oben in das Gehege eindringen können. Es gelten darüber hinaus verschiedene hygienische Maßnahmen, die im Einzelnen auf der Homepage des Landratsamts nachzulesen sind

Aufruf an alle Spaziergänger

So müssen etwa die Eingänge zu den Ställen mit Desinfektionswannen oder -matten versehen werden, die zur Schuhdesinfektion dienen. Der Zukauf von Geflügel über Geflügelmärkte, Geflügelbörsen oder mobile Geflügelhändler ist hier ebenfalls bis auf Weiteres verboten, ebenso die Durchführung derartiger Veranstaltungen.

Von der Stallpflicht sind im Landkreis 900 Geflügelhalter mit zirka 120 000 Tieren betroffen. In der Schutzzone liegen zirka 60 Geflügelhalter aus dem Stadtgebiet Moosburg mit den Gemeindeteilen Degernpoint und Aich sowie der Gemeinde Wang mit den Ortsteilen Isareck, Spörerau, Thalbach, Volkmannsdorf und Volkmannsdorferau. Auch im Landkreis Landshut gibt es Ortschaften im Bereich der Schutzzone.

„Spaziergänger, die weitere tote Wildvögel entdecken, werden gebeten, ihren Fund der Polizei zu melden“, berichtet Dörpinghaus. Die Feuerwehren haben sich bereit erklärt, Fundtiere fachgerecht einzusammeln und zum Veterinäramt zu bringen. Das veranlasst, wenn nötig, den Transport zum Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, wo die Tiere untersucht werden.

Wie berichtet, besteht nach derzeitigem Kenntnisstand keine Gefahr für die menschliche Gesundheit durch diesen Subtyp der Vogelgrippe.

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