Nach drei Jahren Bauzeit: FFW-Haus eingeweiht

Eching - Die Freiwillige Feuerwehr Eching verwandelte sich am Freitagabend zu einer Feierwehr - und hatte wahrlich allen Grund dazu: Das erweiterte und sanierte Feuerwehrhaus an der Waagstraße konnte nach gut dreijähriger Bauzeit eingeweiht werden.

Bürgermeister Josef Riemensberger, Kommandant Stefan Maidl und der Mannschaft waren die Freude und Erleichterung anzumerken, dass am guten Ende, nach einer von diversen Problemen, Pech und Pannen heimgesuchten Großbaustelle, ein gelungenes Werk herausgekommen ist. Die aktuelle Kostenprognose, wobei darin geschätzte Summen noch ausstehender Abschlussrechnungen enthalten sind, bezifferte Echings Bürgermeister auf zirka 7,5 Millionen Euro.

Begleitet wurden Festakt und Segnung von Sonnenschein, der Echinger Blaskapelle und rund 300 Gästen. Dazu gehörten ein Dutzend benachbarter Feuerwehren, die Kreisbrandinspektion, Echinger Vereine mit ihren Fahnenabordnungen, viele Gemeinderäte sowie Architekten, Ingenieure und Vertreter der am Bau beteiligten Handwerker und Firmen. Den weitesten Weg hatte zweifelsohne eine ungarische Delegation der Partnerfeuerwehr aus Majs mit Bürgermeisterin Krisztina Polya.

Die Echinger Feuerwehr verfüge nun über ein „funktional hochwertiges, zeitgemäßes und zukünftigen Ansprüchen gerecht werdendes Feuerwehrhaus, das den heutigen Stand der Technik widerspiegelt und Ansprüche für mehr als eine Generation erfüllen wird“, so Bürgermeister Josef Riemensberger in seiner Festrede. Darin gab er zugleich auch einen Rückblick in die Planungs- und Bauhistorie auf „einer oft wenig koordinierten Baustelle“, auf der als besondere Erschwernis und Grund für Verzögerungen (und Kostensteigerungen) auch noch der zweithöchste Grundwasserstand der letzten 30 Jahre zu bewältigen war. Sein besonderer Dank galt Bauplaner Jan Drechsel, der in einer sehr kritischen Phase mit sehr viel persönlichem Engagement die Baustellenleitung übernommen habe.

Seit Baubeginn im Jahr 2012 sind die Aktiven zu über 600 Einsätzen gefahren, ließ auch Maidl den dreijährigen „Ausnahmezustand“ Revue passieren. Es galt, permanent einsatzbereit zu sein, teils unter widrigsten Umständen und je nach Baufortschritt über ständig neue Wege und Zugänge zu Ausrüstung und Fahrzeugen. Mann und Material mussten Staub und Dreck trotzen - und da war durchaus auch schon mal Bauschutt im Arbeitsstiefel.

Gottes Segen für das Haus, die neuen Fahrzeuge, den MTW (Mannschaftstransportwagen) und das erste Wechselladerfahrzeug, und am wichtigsten, für die Feuerwehrleute, erbaten der katholische Geistliche Johann Löb und der evangelische Gemeindepfarrer Markus Krusche. „Wir verzichten auf eine Schlüsselübergabe, da die Feuerwehr den Schlüssel jede Minute dieser langen Bauzeit in Händen hatte“, so Riemensberger. Er übergab als Geschenk ein Echinger Gemeindewappen aus Holz. Als Präsent überreichte die Dietersheimer Feuerwehr ein Heiligenkreuz, die Günzenhauser ein Gemälde des neuen Feuerwehrhauses und die ungarischen Gäste warteten mit einer Skulptur des Heiligen Florian auf.

Kreisbrandrat Heinz Fischer lobte den Feuerwehrbau als ausgezeichnete Lösung und wies explizit auf eine fundamentale Tatsche hin: „Nicht die Feuerwehr, die Bürger benötigen ein funktionierendes Feuerwehrhaus.“

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