Neues Dorfhaus ein "Riesengewinn"

Fürholzen - Die Zeit drängt. Bis Ende Mai muss die Neuplanung des Dorfhauses in Fürholzen durch sein, um an Fördermittel in Höhe von 360 000 Euro zu kommen. Die Chancen stehen gar nicht schlecht.

Im Bauauschuss stießen die neuen Pläne für das Gemeinschaftshaus in Fürholzen schon einmal auf Zustimmung. Demnach soll das dringend benötigte Dorfhaus jetzt auf den Weg gebracht werden. Der Ausschuss hat das Bauamt ermächtigt, den Plan einzureichen und bei einer Genehmigung durch das Landratsamt den Antrag auf Förderung zu stellen.

In der Kreisbehörde hat man bereits vorgefühlt, wie Roland Krämer im Ausschuss mitteilte. Krämer ist Landschaftsarchitekt und Mitglied im Vorstand der Teilnehmergemeinschaft zur Dorferneuerung in Fürholzen. „Man hat uns signalisiert, dass es klappen könnte“, erklärte er auf Anfrage. Die Dorfgemeinschaft macht sich seit geraumer Zeit für die Gestaltung einer Dorfmitte stark. Im Zuge dessen war ein Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses geplant. Das geht aber wegen dem nicht besonders tragfähigen Untergrund nicht.

Deshalb hat man jetzt mit Hilfe der Neufahrner Architektin Petra Heilgemair einen neuen Plan für das Gemeinschaftshaus erstellt. Demnach ist das insgesamt auf knapp 950 000 Euro veranschlagte Gebäude nun hinter dem alten Schulhaus anstelle eines Spielplatzes angesiedelt. Letzterer kann versetzt werden. Er muss nicht gänzlich weichen, wie Heilgemair im Bauausschuss versicherte.

Geplant ist ein Gebäude mit Eingangsbereich und einem Saal, der 75 Personen Platz bietet. Auf einer Galerie sind weitere 25 Plätze vorgesehen. Kein Vergleich zur jetzigen Situation. Im Aufenthaltsraum des Feuerwehrhauses, das bisher für die Treffen der Dorfgemeinschaft in Frage kam, verfügt man über 45 Quadratmeter inklusive Küche. Der neue Saal hat 90 Quadratmeter, 20 weitere Quadratmeter befinden sich auf der Galerie.

Im Ausschuss stellte sich die Frage nach der Zufahrt. Johannes Häuser (BfN) und Markus Funke (FDP) sprachen sich für eine Erschließung von der Günzenhausener Straße her aus. Dem hielt Bauamtsleiter Michael Schöfer entgegen, dass der dafür benötigte Grund nicht der Gemeinde gehört. Außerdem wäre eine Bauleitplanung erforderlich. Krämer bestätigte, dass die Eigentümer partout nicht verkaufen wollten.

Neufahrns Bürgermeister Franz Heilmeier befürwortete das Projekt trotz der damit verbundenen Kosten. Er sprach von einem „Riesengewinn“ für die Dorfgemeinschaft.

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