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Den Segen Gottes rief Pfarrer Julian Tokarski auf die Besatzungen des neuen Löschgruppenfahrzeugs „41/1“ der Hummler Feuerwehr herab.

Fahrzeug eingeweiht

Neues Feuerwehrauto in Hummel: Für die nächsten Jahrzehnte gerüstet

Oberhummel - Mit einer festlichen Zeremonie hat die Feuerwehr Ober- und Niederhummel ihr neues Löschfahrzeug eingeweiht. Das Gefährt war nicht billig - doch die Verantwortlichen hatten gute Gründe für die Anschaffung.

Bei einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag auf dem Kirchplatz vor St. Georg in Oberhummel das nagelneue Einsatzfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Ober- und Niederhummel gesegnet. Es soll Anfang Mai offiziell in Dienst gestellt werden.

Das LF 20 ist ein Löschfahrzeug mit einem 2400 Liter Wasser und 120 Liter Schaummittel fassenden Tank. An Bord befinden sich leichte Chemieschutzanzüge, vier Pressluft-Atemgeräte und beispielsweise auch ein Sprungpolster zur Rettung von Personen. Rund 340.000 Euro hat es gekostet. Die Gemeinde Langenbach muss rund 255.000 Euro zahlen.

Damit sei, so Kreisbrandinspektor Rudolf Schindler in seinem Grußwort, „die Feuerwehr jetzt mit einem Fuhrpark ausgestattet, der auf die Bedürfnisse im Schutzbereich zugeschnitten ist“. Gleichzeitig, so Schindler, sei aber auch auf die Zusammenarbeit der Wehren innerhalb der Gemeinde Langenbach geachtet worden. Und gerade diese Zusammenarbeit sei „heutzutage sehr wichtig“.

Die Partnerfeuerwehr aus Godshorn bei Hannover gratulierte mit Signalhörnern neben ihrem Wappen zum neuen Einsatzfahrzeug.

„Wir möchten nur helfen und nicht in der vordersten Reihe stehen“, stellte der Kommandant der Hummler Feuerwehr, Josef Kratzer, in seiner Begrüßung vor Ehrengästen zahlreichen Vereinen fest – darunter eine 25-köpfige Abordnung der Partnerfeuerwehr aus Godshorn nahe Hannover. Für die Hummler Wehr sei die Indienststellung des neuen LF 20 „ein Riesenschritt“ – und Gerätschaft verpflichte. Darum heiße es nun „üben, üben, üben, um fit zu sein“. Kratzer ließ keinen Zweifel daran, dass mit den Möglichkeiten des neuen Gefährts die Freiwillige Feuerwehr Ober- und Niederhummel besser ausgerüstet sei als derzeit notwendig. Man sei damit aber auch für die kommenden 20 bis 30 Jahre aller Erwartung nach auf der Höhe der Zeit.

„Ihr lebt den berühmten Satz von John F. Kennedy“, stellte Langenbachs Bürgermeisterin Susanne Hoyer in ihrem Grußwort fest: „Fragt nicht, was euer Land für euch tun kann – fragt, was ihr für euer Land tun könnt!“ Gerade, so Hoyer, „in einer Zeit des fortschreitenden Verlusts an Solidarität“ seien die Freiwilligen Feuerwehren ein Beweis, „dass es das noch gibt: Den Dienst am Nächsten, den Schutz von Hab und Gut des Anderen“. Deshalb bekenne sich die Gemeinde Langenbach zu ihren beiden Feuerwehren – „früher wie heute“.

Ein Schnellangriff mit Atemschutz ist aus dem neuen Einsatzfahrzeug heraus binnen weniger Sekunden möglich, hier hinter einer schützenden Wasserwand.

Vor allen Reden hatte Pfarrer Julian Tokarski den Segen Gottes auf die Frauen und Männer herabgerufen, die in Zukunft mit dem „41/1“, so der Rufname, in die Einsätze fahren werden. Dabei ging der Leiter des Pfarrverbands Langenbach/Oberhummel nicht sparsam mit Weihwasser um. Am Nachmittag gab es dann noch eine Erklärung des Rüstzustands des neuen LF 20, für das noch ein „Kosename“ gesucht wird. Und die Ehrenamtlichen simulierten einen Einsatz: das Löschen eines Brands an einem Traktorgespann.

Raimund Lex

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