Könnte bald in ein Hotel umgewandelt werden: die ehemalige Zentrale der Alpine Bau GmbH in Eching-Nord. Foto: Wilms

Aus Alpine-Gebäude soll ein Hotel werden

Eching - Es gibt neue Pläne für das ehemalige Alpine-Gebäude an der Fürholzener Straße im Gewerbegebiet Eching-Nord: Der Altbau von 1995 soll in ein Hotel umgewandelt und erweitert werden.

Dabei ist der nachträglich angebaute Ostflügel weiterhin überwiegend für gewerbliche Büronutzung vorgesehen, wie am Dienstag im Bauausschuss bekannt wurde. Die ehemalige Kantine im Erdgeschoss kann dabei als Hotelrestaurant bestrieben werden.

„Beide Gebäude zusammen bilden zukünftig einen Hotel-Büro-Komplex mit viel Potenzial für Eching“, lautete die Einschätzung der Bauverwaltung. Diese wurde vom gemeindlichen Planungsausschuss geteilt. „Leerstände sind schlecht“, urteilte etwa CSU-Fraktionssprecher Georg Bartl. „Belebung tut gut“, schloss sich Sylvia Jung (BfE) an. Und auch Echings Bürgermeister Sebastian Thaler sieht die ansehnliche und gepflegte Immobilie hinsichtlich einer Hotelnutzung, überwiegend für Geschäftsleute, für durchaus geeignet an. Einzelheiten wie etwa der genaue Stellplatz-Schlüssel bedürfen aber noch der Konkretisierung.

Fraktionschefin Anette Martin (SPD) sprach sich in dem Zusammenhang für einen Kompromiss zwischen den „minimalistischen“ Wünschen des Investors und den Anforderungen der Stellplatzsatzung aus. Sie hält die Annahme, dass die überwiegende Anzahl der Gäste mit öffentlichen Verkehrsmitteln wie der S-Bahn oder Taxen vom Flughafen anreist, für nicht ganz realistisch.

Das Budget-Hotel soll 91 Zimmer mit 182 Betten umfassen, darunter 18 „Premiumzimmer“ mit Appartementcharakter und Mini-Küche. Weiter ist vorgesehen, das Gebäude im Mittelteil noch um eine Etage für die Schaffung eines Wellnessbereiches aufzustocken.

Die im Gremium geäußerten Bedenken, dass sich anstelle eines seriösen Hotelbetriebs dort ein fragwürdiges Arbeiterwohnheim mit möblierten Dauerunterkünften entwickeln könnte, wie es bereits in der Breslauer Straße der Fall gewesen ist, teilte Sachgebietsleiter Thomas Bimesmeier bei den vorgelegten Planungen nicht. Er wies darauf hin, dass eine Wohnnutzung in Gewerbegebieten nicht zulässig sei, also das Landratsamt ein Boardinghaus nicht billigen würde.

Bei der Anfang September eingereichten Bauvoranfrage ging es zunächst um eine Grundsatzentscheidung pro oder contra Hotel, was im Gegensatz zu einem Boardinghaus in Gewerbegebieten rechtmäßig ist. Und dem stand das Ratsgremium, wie erwähnt, positiv gegenüber. So wurde einstimmig das gemeindliche Einvernehmen „für die beabsichtigte Umnutzung des bisherigen Bürogebäudes in einen Beherbergungsbetrieb in Aussicht gestellt“ so der Beschluss im Wortlaut. Vorgelegt werden müssen noch ein Stellplatznachweis für das Gesamtgrundstück, also für die Büros und das Hotel, sowie eine Detailplanung für die angedachte Wellness-Etage.

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