Kaiserwetter und Weißbiereis beim Kartoffelfest

Eching - Besonders eines war dem zweitägigen Echinger Kartoffelfest heuer vergönnt: Nonstop strahlender Sonnenschein! Wie immer standen bei diesem bodenständigen Lokalereignis, zu dem die Echinger Fachbetriebe bereits seit 2001 einladen, die heimischen Erdäpfel im Mittelpunkt.

Nachdem Echings Landwirte die diesjährige Ernte bei allen Sorten je nach Naturell mit „normal“ , „gut“ oder „zufriedenstellend“ bewertet hatten, konnte die tolle Knolle als heimisches Produkt erntefrisch in allerlei Variationen genossen werden. Auf der abwechslungsreichen und internationalen Kartoffelfest-Speisekarte - von deftig bis süß - standen Gerichte wie Reiberdatschi, Kartoffelsuppe, Ofenkartoffel, und natürlich Pommes. Auch die nicht ganz so alltäglichen Spezialitäten wie Spiralkartoffel am Spieß, Kartoffelgulasch oder auch Kartoffeltiramisu und Marillenknödel mit Himbeersause sahen nicht nur köstlich aus, sondern schmeckten auch vortrefflich.

Bei der Hitze etwas ganz Besonderes waren die von Alexandro Libero vom Echinger Eiscafé Vaniglia eigens für das Event kreierten Eissorten dar. Die Geschmacksrichtungen lauteten: Süßkartoffel, Brezn und Weißbier.

„Freibier für alle“ hieß es beim Anzapfen des ersten Fasses, bei dem Stellvertretender Bürgermeister Otmar Dallinger mit zwei knackigen Schlägen den Gerstensaft zum Fließen brachte. Die meisten Gäste freilich strömten erst gegen Abend in den Biergarten sowie ins Festzelt - und genossen in Begleitung bayerischer Musi von „De Hoglbuachan und oana mera“ Festkultur der gemütlichen Art. Das Erdäpfi-Infozelt, in dem auch Echings charmante Kartoffelkönigin Martina ihren repräsentativen Aufgaben gerecht wurde, hielt zudem Wissenswertes über die hiesigen Anbausorten und ihre jeweiligen Eigenschaften von festkochend bis mehlig bereit - und lud zu einem Schätzspiel ein.

Mit Zeichenstift und kreativem Augenzwinkern veranschaulichten Cartoons der Künstlerin Margit Kübrich die kartoffelige Speisenvielfalt und zierten Rezepturen etwa für Kartoffelkuchen. Kübrich rief auch zum Zeichnen und Malen auf. Einige Marktstände mit Olivenöl, hochwertigen Töpfen und Pfannen oder auch handgefertigten herbstlichen Dekorationen flankierten die Schmankerlgasse, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hatte. Für den heiß begehrten und ebenso genossenen sonntäglichen Ochs am Spieß, eine Delikatesse aus der bewährten Küche des Gasthofs Huberwirt, reihten sich die Besucher auch gern in eine Wartschlange ein.

Viele interessierte Blicke großer und kleiner Leute zog das Oldmobile-Spalier der Oldtimerfreunde Giggenhausen auf sich. Und wer sich in die Anfangsgründe des Bogenschießens einführen lassen wollte, war am Stand von „Sherwood Forest“ herzlich willkommen.

Während am Sonntag die Echinger Blaskapelle unermüdlich aufspielte, ließen es sich die Echinger bei spätsommerlichen, Temperaturen noch einmal so richtig gutgehen und der Anblick der vielen zufriedenen Besucher sorgte auch bei den EFB-Mitgliedern für viele fröhliche Gesichter.

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