Nachgehakt

Baugenehmigung für Tierheim in Neufahrn lässt auf sich warten

Neufahrn - Eigentlich hätte im April Baubeginn für das Tierheim in Neufahrn sein sollen. Doch das Projekt bleibt ein Geduldsspiel.

Im Februar war Joseph Popp noch optimistisch. Da sagte der Vorsitzende des Tierschutzvereins Freising dem FT, dass er mit der Baugenehmigung im April rechne. Jetzt ist er schlauer. „Wir warten nach wie vor auf die Baugenehmigung“, sagte Popp dem FT am Freitag. Vor Ende Mai rechnet er nicht mit dem Startschuss. Auch die Genehmigung für die Zufahrt fehle noch.

Ungewisser denn je ist, ob der Verein mit seinem Partner rechnen kann. Wie berichtet, will der Trägerverein der in München beheimateten Reptilienauffangstation auf dem Nachbargrundstück in Neufahrn eine neue Unterkunft errichten. Geplant war, dass sich beide Vereine die Aufwendungen für die gemeinsame Zufahrtsstraße teilen. Doch die Finanzierung können die Münchner ohne staatliche Zuschüsse nicht stemmen. Bei dem Konzept, das der Verein vorgelegt hat, rechnet das Umweltministerium mit Kosten zwischen 20 und 30 Millionen Euro – zu viel für die Staatsregierung.

Am Donnerstag hat Benno Zierer (FW) einen Vorstoß gewagt. Der Freisinger Abgeordnete forderte die Regierung dazu auf, die Auffangstation bei der Erarbeitung eines Finanzierungskonzepts zu unterstützen. Der Antrag wurde jedoch – ebenso wie mehrere Petitionen für den Neubau – im Umweltausschuss von der CSU-Mehrheit abgeschmettert. „Der Landtag hätte ein Signal setzen können“, kommentierte Zierer die Entscheidung. Es bestehe aber noch Hoffnung. Laut Zierers Sprecher Andreas Raith hat der Trägerverein vom Ministerium den Wink bekommen, ein Konzept vorzulegen, dass sich für weniger als 20 Millionen Euro umsetzen lässt. Die Vertreter der Auffangstation hätten signalisiert, dass sie das hinbekämen.

Allerdings könnte alles auch anders kommen, wie Raith hinzufügt: „Der Verein hat das Grundstück in Neufahrn noch nicht endgültig gekauft. Es gibt nur einen mündlichen Vorvertrag. So wurde es im Ausschuss gesagt.“

Rubriklistenbild: © dpa

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