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Bauarbeiten schreiten voran

Video zur Neufahrner Kurve: Tonnenschwere Brückenteile werden eingesetzt

Neufahrn - Das ist Feinarbeit mit Augenmaß: Bis zu 120 Tonnen schwer sind die Stahlbausegmente, die am Wochenende über der A 92 schwebten und die zur Bahnbrücke zusammenwachsen. Die ist das Herzstück der 2,3 Kilometer langen Neufahrner Kurve.

Wenn sie mit ein paar Worten beschrieben oder auf einer Landkarte grob eingezeichnet wird, dann wirkt sie eher als kleines Projekt: die Neufahrner Kurve, die auf der Bahnstrecke zwischen Pulling und Neufahrn auszweigt, dann in einer Kurve über die A 92 geführt wird und in die S-Bahn-Strecke von Neufahrn zum Flughafen einschwenkt. Seit eineinhalb Jahren wird an der Maßnahme nun schon gewerkelt (wir haben mehrfach berichtet), Ende 2018 soll sie abgeschlossen sein. Ab dann gibt es also eine direkte Zugverbindung von Landshut und Regensburg zum Flughafen München.

Dass das Projekt also über vier Jahre dauern soll, zeigt allein schon, dass es sich einfacher anhört als es ist. Die Arbeiten am Wochenende waren dafür Beweis genug: Die nächsten Brückenteile wurden eingehoben, die Autobahnfahrbahn Richtung München musste gesperrt werden.

Video von der Baustelle

30 solcher Stahlbausegmente, die die spätere Brücke über die A 92 bilden werden, wurden und werden nach und nach aus der Produktionsstätte der Firma Max Bögl in Sengenthal (Oberpflaz) per Schwerlastverkehr angeliefert und dann mit einem 500-Tonnen-Autokran an ihren Platz gehievt. Das dazu notwendige Traggerüst, auf das die 40 bis 120 Tonnen schweren Einzelteile dann gelegt werden, war schon in den vergangenen Wochen errichtet worden. Danach, so der Projektleiter Stahlbau, Dieter-Klaus Schummer, werden die insgesamt 30 Segmente verschweißt und die Betonoberfläche wird aufgebracht – die Grundlage für den Schotter und die spätere Gleisverlegung. Danach wird die Brücke auf ihre tatsächliche Höhe abgesenkt (im Schnitt sind das fünf Meter über der Fahrbahn der A 92), dann werden die endgültigen Brückenlager errichtet und das Traggerüst wird wieder rückgebaut. Bis Ende Oktober soll das alles über die Bühne gehen.

Das Einheben der Brückenteile, das bereits an einem Wochenende ablief und auch noch am kommenden Wochenende die Sperrung der A 92 in eine Richtung notwendig macht, ist eine spektakuläre Angelegenheit: Während mit dicken Stahltrossen die Brückenteile an den Kran gehängt und die Stahlungetüme angehoben werden, halten die Bauarbeiter mit Seilen das schwebende Brückensegment so, dass es millimetergenau abgesetzt werden kann. Das alles läuft ruhig, routiniert, professionell und ohne Hektik ab. Jeder hier weiß, was er zu tun hat, worauf es ankommt. Und es kommt auf jeden Millimeter an, betont Schummer: Die Toleranzen seien bei solche Bauwerken sehr gering, jedes Segment müsse exakt passen.

Die Bilder von der Baustelle

Bauarbeiten an der Neufahrner Kurve: Die Bilderstrecke

Wer am Wochenende das schwere Gerät, den materiellen und planerischen Aufwand sowie die Zahl der Arbeiter vor Ort sah, der hat eine Vorstellung davon, wo die 91 Millionen Euro hinwandern, die für die Realisierung der Neufahrner Kurve eingeplant sind (der Bund übernimmt 46 Millionen, der Freistaat 45 Millionen Euro).

Bis die Neufahrner Kurve, das erste Teilstück des Erdinger Ringschlusses, Ende Dezember 2018 offiziell in Betrieb gehen wird, werden Nutzer der A 92 also noch längere Zeit an der Baustelle vorbei und inzwischen auch unter der Brücke hindurch fahren können.

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