Seit 1963 gibt es die Philippine Madrigal Singers. Auch die Goldacher waren von den „wandernden Stimmen“ begeistert. ev

Philippinische Gänsehautmomente

Goldach - „Phänomenal“, „außergewöhnlich“, „Ein Highlight!“: Mit großer Begeisterung wurde jetzt das Gastspiel der Philippine Madrigal Singers aufgenommen. Beim Konzert in der Goldacher Herz-Jesu-Kirche, dem zugleich dritten Teil des Kultursommers, sorgte der Chor für Gänsehausmomente.

Der 1963 gegründete Chor, der als erster überhaupt zweimal den Grand Prix der europäischen Chöre gewonnen hat und von der Unesco als Welt-Friedens-Chor preisgekrönt ist, lockte prominente Zuhörer in das Gotteshaus. „Es ist ein wunderbarer Chor der eindrucksvoll unter Beweis stellt, dass es neben der Zusammenarbeit von Politik und Wirtschaft vor allem die Kultur und solche Aktionen sind, die das Zusammenarbeiten zwischen Ländern ausmachen“, betonte Eckbert von Bohlen. Der Honorarkonsul der Philippinen ließ es sich nicht nehmen, dem Konzert in Hallbergmoos beizuwohnen und seine Begeisterung für das Ensembles und Leitung von Mark Anthony A. Carpio zu teilen.

Das Repertoire reichte von philippinischen Volksliedern über moderne Popmusik bis hin zu klassischen und kirchlichen Chorstücken in traditionellen Gewändern. Beim Madrigal kommen die Stimmen zusammen, gehen wieder auseinander, reiben sich, wiederholen Melodien oder bringen etwas Neues, das die anderen Sänger dann wieder aufnehmen. Ganz genau müssen die Sänger dabei zählen und auf die anderen Stimmen hören. Dennoch kann man kann sich nicht auf den Nebenmann verlassen, da die Stimmlagen ähnlich einem Quartett angeordnet sind.

Die „Einheit“ Sopran, Alt, Tenor und Bass sitzen nebeneinander, gefolgt von der nächsten „Einheit“.

Beeindruckend war die Stimmgewaltigkeit des Chores, die mit einer Dichtheit und Tonfülle bei vielen Zuhörern Gänsehaut erzeugte, gefolgt wieder von glockenhellen, elfenartig getragenen leisen Passagen. Zum fünften Mal gastierten die Philippine Madrigal Singers bereits in Hallbergmoos, mit auch ein Verdienst von Aurelia Malvar Sailer, die für die musikalische Früherziehung bei der Volkshochschule Hallbergmoos verantwortlich ist. „Ich kenne viele persönlich, denn ich habe ja schon selbst in diesem Chor gesungen“, berichtete Sailer.

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