Weißer Würfel: Nach dem Auszug der Testfamilie soll hier eine Niederlassung der Baufirma entstehen. Foto: Oestereich

Testfamilie verbrachte ein Jahr im weißen Würfel

Hallbergmoos - Ein Haus, das mehr Energie erzeugt als es verbraucht: In der Maximilianstraße hat die TU München ein Jahr lang mit einem solchen Gebäude einen Modellversuch durchgeführt - ein Leuchtturmprojekt für die energieautarke Kommune der Zukunft.

Die vierköpfige Familie eines Professors ist nun - nach Ablauf der einjährigen Testphase - wieder ausgezogen. Nun will die Baufirma Krieger + Schramm Wohnbau dort eine Niederlassung einrichten.

In den weißen Würfel an der Kreuzung Maximilianstraße/Predazzoallee hat die TU München viel Geld und Energie gesteckt: Am Zentrum für nachhaltiges Bauen der TU einwickelt flossen ca. 6,8 Millionen Euro in das Bau- und Forschungsprojekt. Ein Jahr lang wurde unter Leitung von Professor Werner Lang der Alltag einer Familie von Wissenschaftler überwacht und dokumentiert - und ein Energiemanagementsystem getestet. Das erkennt, wie Strom kosteneffizient genutzt werden kann. „Das bedeutet beispielsweise, dass die Waschmaschine erst angeschaltet wird, wenn das Elektrofahrzeug aufgeladen ist und die maximale Energie der Photovoltaik-Anlage zur Verfügung steht“, erklärt Ingenieur Michael Huith beim Start des Projekts.

Die Forschungsergebnisse liegen noch nicht vor. Errichtet hat den Energiewürfel - ein zweistöckiges Einfamilienhaus mit vier Schlafzimmern, zwei Terrassen, einem Garten, Fotovoltaik auf dem Dach und dem Elektroauto, das daheim aufgetankt werden kann - die eigens für die Entwicklung und Vermarktung von Energiespeicherhäusern gegründete Firma Dynahaus aus dem nordhessischen Lohfelden, ein Tochterunternehmen der Krieger + Schramm Wohnbau. Nach dem Auszug der „Testfamilie“ Anfang August will das Bauunternehmen nun eine Niederlassung für Süddeutschland hier einrichten.

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