Virus wird ihm zum Verhängnis 

Florian Kettner verliert den großen Kampf

Fahrenzhausen - Florian Kettner hat es nicht geschafft. Der 31-Jährige aus Großeisenbach, der an Leukämie erkrankt war und für den es vor einem Jahr eine große Typisierungsaktion gab, ist vor wenigen Tagen gestorben.

Die Diagnose Blutkrebs war ein Schock. Doch der damals 30-jährige Florian Kettner aus Großeisenbach (Gemeinde Fahrenzhausen) ließ sich nicht unterkriegen. Er kämpfte. Seine Freundin kämpfte mit, seine Eltern auch. Und zwei seiner Freunde, Rainer Pflügler und Christian Dill, riefen eine große Typisierungsaktion ins Leben.

Am 8. November 2015 ließen sich 2119 Menschen in der Fahrenzhausener Mehrzweckhalle typisieren, rund 86 000 Euro an Spenden zur Finanzierung der Untersuchungen von Bluttests wurden gesammelt. Schon allein dieser Zuspruch und die Anteilnahme an seinem Schicksal gaben Florian Kettner Kraft, weiter gegen den Blutkrebs anzukämpfen.

Und dann, Mitte Dezember, die Nachricht, auf die alle gewartet hatten: Ein Stammzellenspender für Florian Kettner, sein genetischer Zwilling, sei gefunden worden, teilten die Ärzte des Klinikums Rechts der Isar mit. Der Spender war freilich nicht bei der Typisierungsaktion dabei, die Freude bei Florian Kettner, bei seinen Eltern Laura und Wolfgang und bei seiner Freundin Sabine Dawidowitsch war dennoch riesig. Denn die Chancen, einen genetischen Zwilling zu finden, sind sehr gering. Die Erleichterung war groß.

Doch jetzt, ein Jahr nach der Typisierungsaktion, die traurige Nachricht, die alle erschüttert: Florian Kettner ist gestorben. Tragisch: Ein Virus hat Kettner das Leben gekostet. Denn vor der eigentlichen Stammzellentransplantation muss durch Therapien gezwungenermaßen die Immunabwehr des Patienten fast gänzlich zum Erliegen gebracht werden. Gerade in dieser Phase hat offenbar ein Virus den 31-Jährigen Großeisenbacher befallen. Seine Abwehrkräfte reichten nicht mehr aus, um sich dagegen zu wehren. Seinen letzten Kampf hat Florian Kettner dann doch verloren.

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