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Eigentlich sind sie ganz zufrieden die Tüntenhausener. Wenn sie nach Freising fahren, sehen sie aber oft „Rot“.

Bürgerversammlung in Tüntenhausen

Schnelle Kommunikation und mehr Parkplätze auf der Wunschliste

Tüntenhausen - Die Probleme, die die 490 Bürger in Tüntenhausen haben, sind überschaubar. Dieses Fazit nahm Oberbürgermeister Tobias Eschenbacher aus der Bürgerversammlung mit.

Zunächst überwiegt im Freisinger Stadtteil die Freude. Die Freude über das jüngst in Betrieb genommene und in Gemeinschaftsarbeit entstandene neue Schützenheim als Anbau ans Feuerwehrhaus.

 Das Dauerthema Breitbandausbau, schnelles Internet und funktionierende Telefonie scheint einem Ende entgegen zu gehen. Tobias Eschenbacher sagte, dass die Ausschreibungen beendet seien, Geld in die Hand genommen werde und am Ende wohl jeder Haushalt mit mindestens 30 MB versorgt werden könne. „Ich hoffe, ich muss in der nächsten Bürgerversammlung dazu nichts mehr sagen“. 

Alle in der gut besuchten Bürgerversammlung waren davon nicht restlos überzeugt. Und dann ist da noch die B 301, ewiges Sorgenkind in Tüntenhausen. Die soll, so der OB, im Rahmen der Nordostumgehung (ab Erlau) abgestuft werden und in die Trägerlast der Stadt Freising übergehen. Aber erst, wenn seitens des Straßenbauamtes die Straße in einem optimalen Zustand versetzt ist. Diesen Zustand wünschen sich die Tüntenhauser sehnlichst – auch dass der im Ort endende Radweg aus Freising in Richtung Zolling endlich fertig realisiert wird.

Rot sehen die „nördlichsten“ Freisinger immer, wenn sie in Richtung Domstadt unterwegs sind. Denn an der Kreuzung B 301/Veith-Adam-Straße an der Ausfahrt aus dem Parkhaus am Steinpark sei regelmäßig – auch noch zu mitternächtlicher Stunde – das Ampelrotlicht für die Fahrer auf der B 301 zu sehen. Keine grüne Welle also. OB Eschenbacher sicherte zu, sich des Themas anzunehmen.

 „Baut bitteschön noch ein Parkhaus“ flehte eine Bürgerin und machte damit auf die von Vielen beklagte Parkplatzmisere in der Domstadt aufmerksam. Man könne weder auf dem P+R-Platz noch sonstwo sein Auto abstellen, wenn man in der Stadt etwas erledigen wolle. Für den Großparkplatz südlich des Bahnhofs machte der Rathauschef es als Problem aus, dass hier immer noch – als einzigem P+R-Platz in der Region – kostenlos geparkt werden könne. Es würden hier auch nicht berechtigte Autofahrer ihr Vehikel abstellen. „Man wird wohl nicht umhin kommen und eine Gebühr verlangen müssen“. 

Routiniert spulte der Oberbürgermeister die Themen Haushalt, Stadtentwicklung und Investitionen in der Stadt Freising ab. Er sprach über den Neubau des Hallen-/Freibades ebenso wie über den niveaugleichen Ausbau in der Innenstadt, nannte den Umbau und die Sanierung des Asamkomplexes ein wichtiges, aber auch teures (45 Mio) städtebauliches Vorhaben. Für die Westtangente rechnet der OB gar noch mit dem Spatenstich für den Tunnel in 2016. Zwei Schulen werden im Steinpark gebaut, nicht ganz einfach gestaltet sich laut Eschenbacher auch die neue Unterführung am ehemaligen Bahnposten 15. Wohnungsbau findet in den nächsten Jahren in Freising statt, aber, so der OB: „Wir können so viel bauen wie wir wollen, wir können den Bedarf nicht decken“. Ein Prozent Wachstum könne Freising jährlich verkraften, aber bei mehr hinke man schon wieder mit ganzen Infrastruktur hinterher.

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