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Stolz sind (v.l.) Holzbauer Hans Heigl, Bauherr Stefan Perwanger und Architekt Robert Kern auf die neue Wohnanlage in Zolling.

Tag der offenen Tür

Zolling: Besucherandrang in der neuen Unterkunft für Asylbewerber

Zolling - Das Interesse war riesig: Viele hundert Bürger machten sich am Samstagnachmittag ein Bild von der Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber im Zollinger Gewerbegebiet.

Noch steht es leer das neue Zuhause für die Flüchtlinge, die in den nächsten Monaten erwartet werden. Bis zu 150 Personen können in den beiden Wohngebäuden westlich des Rewe-Marktes untergebracht werden. Dass die Wohnanlage aus Holzelementen als durchaus gelungen bezeichnet werden könne, davon waren viele überzeugt. Der allgemeine Eindruck: hell, angenehm und wohnlich.

„Holz beruhigt“, sagt Elmar Ziegler. Der Gemeinderat aus Langenbach ist davon überzeugt, dass sich das Wohnklima positiv auf die Flüchtlinge auswirken wird. Auch Herbert Summa aus Zolling ist sich sicher, dass die ankommenden Flüchtlinge hier ein gutes Unterkommen haben werden. „Ich bin positiv überrascht.“ Ob man denn von den Bewohnern nicht einen kleinen Obolus für die Nebenkosten wie Wasser und Strom verlangen könne, fragten sich manche Zollinger.

Die hohe Investition für die Gemeinschaftsunterkunft sei es Wert, dass die Räumlichkeiten gepflegt und so erhalten blieben, wie sie sich derzeit präsentierten, betonte ein Rentner aus Zolling. Er frage sich, wie die Gebäude wohl in zwei Jahren aussehen würden?“ „Wir sind halt so, wenn man einmal was erreicht hat, dann möcht man’s halt auch derhalten.“ Dass man die Flüchtlinge gar “nicht mehr los bringen“ werde, glaubte ein anderer Zollinger Bürger. „So schee haben’s die noch nie g’habt.“ Man müsse bedenken, dass die Menschen hier „wildfremd“ seien, sagte eine Seniorin aus Zolling. Die Unterkunft sei doch in jedem Fall sinnvoller als die Unterbringung der Flüchtlinge in Turnhallen. Vor allem die bodentiefen Fenster, über die die Laubengänge betreten werden können, fanden viel Zuspruch bei den Besuchern.

Auch die weiten Flure böten Bewegungsfreiheit. „Da kann zwischendurch immer wieder ein paar Schritte gelaufen werden“, sagen Birgit Salzbrunn und Robert Scheuer aus Attenkirchen. Der Zustrom von Interessierten ließ den ganzen Nachmittag über nicht nach. Gut so, dann hat man als Bürger eine Vorstellung davon, wie die Menschen, die vielleicht für längere Zeit ansässig bleiben werden, untergebracht sind.

Und was später hier sein wird? Ein Besucher aus Zolling fragte sich zur Zukunft des Objekts: „Wir haben so viele Obdachlose im Landkreis. Dürfen die dann rein, wenn die Asylbewerber weg sind?“

Maria Martin

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