Die Allinger haben ihre eigene Trinkwasserbrunnen - auch im Allinger Moos.

Eigenständige Versorgung

Bürgerbegehren zum Allinger Wasser

Alling - Die Allinger könnten bald zur Wahlurne gerufen werden. Ein Bündnis aus zwei politischen Gruppierungen und parteifreien Einwohnern will mit einem Bürgerbegehren erreichen, dass die Gemeinde an ihrer eigenständigen Wasserversorgung festhält.

Am Montag hatten sich Vertreter von Freien Wählern, Bürgerschaft Alling und mehrere Bürger getroffen, um das weitere Vorgehen zu besprechen. Sie wollen den vom Gemeinderat im vergangenen Herbst mehrheitlich beschlossenen und danach noch zwei Mal bestätigten Antrag auf Beitritt zum Zweckverband zur Wasserversorgung der Ampergruppe (WVA) verhindern.

Die Initiatoren der bereits gestern gestarteten Unterschriften-Sammlung brauchen knapp 400 volljährige Unterzeichner aus der Gemeinde, um ein Bürgerbegehren zu erzwingen. Bei einem Bürgerentscheid müssten doppelt so viele Allinger die folgende Frage bejahen: „Sind Sie dafür, dass die Gemeinde Alling ihre eigenständige Wasserversorgung behält und die gemeindeeigene Versorgung mit Trinkwasser langfristig sichert?“

Hauptargumente der Gegner eines WVA-Beitritts sind die hohe Qualität des Allinger Trinkwassers und der geringe Einfluss der Gemeinde in einem Zweckverband mit den großen Nachbarn Eichenau, Gröbenzell, Olching und Puchheim-Bahnhof. Eine Rolle spielen auch die Herstellungsbeiträge, die laut WVA-Satzung auch bei einer späteren Geschossflächen-Mehrung erhoben werden können.

Für die Gemeinderatsmehrheit war dagegen entscheidend, dass die Stadtwerke Fürstenfeldbruck die technische Betriebsführung für die Allinger Brunnen und Leitungen nicht mehr zu den alten günstigen Konditionen fortführen können. Außerdem, so ein weiteres Argument, könne die kommunale Wasserversorgung in einem größeren Verbund langfristig besser gewährleistet werden. Auch die Verbrauchspreise dürften nach einem WVA-Anschluss sinken.

Der Vorschlag, Angebote anderer Anbieter einzuholen, wurde in der letzten Gemeinderatssitzung mehrheitlich abgelehnt. Zunächst soll unter anderem der kalkulatorische Wert der Allinger Wasserversorgung ermittelt werden. Sämtliche Daten, auch Ergebnisse der Gespräche mit Juristen und Steuerberatern, sollen in der nächsten Sitzung am 31. Mai vorgestellt werden. Vorangeschaltet wird auf Wunsch der Dorfgemeinschaft Biburg ein nichtöffentlicher Teil zu demselben Thema. (op)

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