Als Schandfleck bezeichnen viele Olchinger mittlerweile den Alten Friedhof an der Pfarrstraße. Ein Landschaftsarchitekt hat jetzt Vorschläge gemacht, wie man das Gelände attraktiver gestaltet. tb-Archiv: Weber

In Olching

Alter Friedhof: Mehr Grün, weniger Mauer

Olching – Seit Jahren kritisieren immer wieder Bürger, dass die Stadt den alten Olchinger Friedhof verkommen lässt. Jetzt kommt Bewegung in die Sache: Ein Landschaftsplaner hat im Bauausschuss vorgestellt, wie man den Gottesacker wieder attraktiver machen kann.

Bereits vor Jahren hatte der Stadtrat beschlossen, auf dem alten Friedhof an der Pfarrstraße Gräber nicht mehr neu zu vergeben. In Familiengräbern können aber nach wie vor Bürger beigesetzt werden und auch die laufenden Ruhezeiten für die Gräber werden eingehalten. Langfristig soll der Friedhof aber zu einer innerstädtischen Freifläche werden. Bis dahin aber ist es ein langer Weg – und mit dem, wie sich der Friedhof in der Übergangszeit präsentiert, sind nicht alle Olchinger einverstanden. Einige bezeichnen ihn mittlerweile gar als „Schandfleck“. „Jeder weiß: So wie es ist, ist es nicht gut“, fasste Alfred Münch (SPD) nun die derzeitige Stimmungslage zusammen.

Landschaftsplaner Michael Heintz hat sich mehrmals auf dem Gelände umgeschaut und ist dabei auch mit Bürgern ins Gespräch gekommen. Immer wieder habe er dabei herausgehört, dass die Olchinger befürchteten, ihnen werde der Friedhof weggenommen, berichtete Heintz nun im Ausschuss. Er präsentierte den Stadtratsmitgliedern auch seine Vorschläge, wie das Areal für die Übergangszeit umgestaltet werden könnte. Und zwar so, dass der Friedhof parkähnlicher wird und den Leuten gleichzeitig vermittelt wird: „Der Friedhof ist uns nicht egal.“

Fakt ist: Die Gräber werden weniger, so manche Grabstelle ist bereits aufgelöst und nicht neu belegt worden. Bisher wurde auf ehemalige Grabstellen Gras gesät, was teils ungepflegt aussieht.

Heintz kann sich nun vorstellen, in Zukunft auf einzelnen leeren Grabstätten Stauden zu pflanzen, so dass ein buntes Mosaik entsteht. Auf größeren Freiflächen könnten Blumenwiesen entstehen oder Gehölze angepflanzt werden.

Auch beim Baumbestand schlägt Heintz Veränderungen vor: So möchte er eine Fichtengruppe entfernen lassen, dafür neue Bäume pflanzen, nämlich „fröhliche bunte Blütengehölze“, die keinen Friedhofcharakter vermitteln.

Verbessern will er ferner die Ausstattung des Friedhofs. So könnten die Gießkannenständer erneuert und die Kompost-Sammelstellen verbessert werden. „Wir müssen vermitteln, dass uns der Friedhof nicht egal ist“, betonte Heintz.

Um die Attraktivität zu steigern, schlägt er außerdem vor, die Hauptwege komfortabler und die Nebenwege grüner zu machen. Die Ost-West-Achse sollte gepflastert werden. Entlang dieser Achse kann er sich zudem einen Platz mit Sitzgelegenheiten vorstellen. Eventuell könnte dort auch das Vertriebenendenkmal aufgestellt werden. Auf leer stehenden Grüften will er Granittröge mit Wasser platzieren.

Gedanken hat sich Heintz auch über die teils bis zu 1,80 Meter hohe, sanierungsbedürftige Friedhofsmauer macht. Um den Friedhof mehr zur Stadt hin zu öffnen, könnte die Mauer beispielsweise an mehreren Stellen auf Sitzhöhe zurückgebaut oder mit Zaunelementen unterbrochen werden. Einzelne Abschnitte könnten durch Hecken oder Natursteine ersetzt beziehungsweise Fenster eingebaut werden.

Beschlossen wurde im Bauausschuss aber noch nichts. Die Fraktionen werden sich jetzt Gedanken über Heintz Vorschläge machen. Doch die ersten Reaktionen der Stadträte waren überwiegend positiv. „Ich bin froh, dass etwas vorangeht“, betonte Josef Neumaier (CSU), der sich seit Jahren für eine Aufwertung des Areals einsetzt. Münch schwärmte von einer „hervorragenden Arbeit“ des Landschaftsplaners.

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