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Voll motiviert: Manuela Zuccon will mehr Leute ins Training locken.

Sportverein will Anlage beleben

Neue Fitness-Insel hatte einen Durchhänger

Althegnenberg - Die Fitness-Insel in Althegnenberg feiert bald ihren ersten Geburtstag. Und nach einem wechselhaften ersten Jahr soll es nun richtig rund gehen. Trainerin Manuela Zuccon und die SV-Spitze möchten erreichen, dass noch mehr Sportbegeisterte auf dem Areal unterwegs sind.

Viel Arbeit hatten die Verantwortlichen vom Sportverein in das Projekt gesteckt, bis die Fitness-Insel im Oktober vor einem Jahr eingeweiht werden konnte. Die Vorgeschichte war lang: Ein Mitglied des Sportvereins hatte den Verfall des Trimm-Dich-Pfades (gebaut 1972) beklagt und deshalb vorgeschlagen, etwas Neues zu bauen. Dann wurde überlegt und geplant – auch in Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat. Zu klären waren Standort, Nutzungs- und Finanzierungsmöglichkeiten. Schließlich hatte der Sportverein um den Vorsitzenden Bernd Gaier das Ganze mit finanzieller Unterstützung durch die Gemeinde und die AOK München gestemmt.

Seit einem Jahr stehen nun Reck, Balancierbalken, Barren und Hangelleiter zwischen Turnhalle und Wald. Und deshalb fänden es alle Beteiligten wünschenswert, dass sich dort mehr tut.

SV-Vorsitzender Bernd Gaier betont, dass man vier, fünf Jahre auf die Fitness-Insel hingearbeitet habe. „Die Anlage ist eine gute Sache, die vier Geräte machen Sinn“, sagt er. Jeder könne die Anlage benutzen, dazu müsse man nicht Mitglied beim SV sein. „Wer aber nicht weiß, wie man dort trainiert, der bekommt Anleitung in unseren Kursen.“ Gaier gibt unumwunden zu, dass zu wenig los ist auf der Fitness-Insel. Der Verein müsse wohl Werbung machen. Vielleicht sei nicht allen Althegnenbergern bekannt, dass es das Areal gibt.

Gaier musste sich auch schon den Vorwurf von einem Mitglied gefallen lassen, dass man das Geld lieber in Sinnvolleres hätte stecken sollen. Aber der SV-Vorsitzende ist sich bewusst, dass man es nie allen recht machen kann. Und schließlich sei der Wunsch nach einem Fitnessangebot im Freien aus mehreren Richtungen gekommen. Und während der mehrjährigen Planung habe der Vorstand versucht, die Anlage so gut wie möglich auf die Bedürfnisse der Mehrheit auszurichten.

Übrigens: Im Gemeinderat war das Projekt immer gut angekommen. Er habe auch noch keine Kritik von Bürgermeister oder Gemeinderat gehört, sagt Geier.

Auch die 38-jährige Sportlehrerin Manuela Zuccon, die derzeit an der Fachoberschule in Augsburg unterrichtet, hatte sich viel versprochen von der Anlage. „Ich habe eigentlich gedacht, dass die Geräte fast ständig besetzt sind“, erzählt sie. Doch sie musste feststellen, dass viele lieber nur zum Laufen kamen. Bei ihrem ersten Kurs im Vorjahr, der zehn Einheiten umfasste, hatte sie ihre festen Teilnehmer. „Denen hat es Spaß gemacht“, berichtet sie. Nun hofft die zweifache Mama im zweiten Jahr auf noch mehr Interesse. Bei ihrem Zirkeltraining werden alle Geräte mit einbezogen, jeweils 30 bis maximal 40 Sekunden wird trainiert, dabei wird immer das eigene Körpergewicht eingesetzt. Beispiel: Kopfüber am Reck hängen und den Oberkörper nach oben bringen. Sit-ups vom Feinsten sozusagen. Nach jeder Station gibt es eine Pause von zehn bis 20 Sekunden. Aber der Name täuscht. Zuccon: „Hinsetzen ist nicht, dazwischen macht man Aerobic, Sprünge oder Hampelmänner.“

Sind die Stationen absolviert, wird eine Runde am Fußballplatz gelaufen. Und dann geht es wieder von vorne los. Drei bis vier Zirkel werden pro Einheit absolviert. „Aber die Zeit vergeht ganz schnell“, sagt sie lachend. Und gefroren habe noch nie jemand, auch wenn es im Spätherbst dann immer kühler wurde.

Stephanie Hartl

Neuer Kurs:

Das Training namens „Outdoor-Fitness“ beginnt am 22. Oktober und läuft samstags von 10 bis 11 Uhr. Das Angebot ist für alle ab 16 Jahren geeignet.

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