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Am Brucker Volksfest wird Kaltenberger ausgeschenkt. Die Stadt verdient an jeder Maß mit.

Das Defizit soll reduziert werden

Darum wird das Bier auf dem Brucker Volksfest teurer

Fürstenfeldbruck – Am Brucker Volksfest wird die Mass Bier teurer. Statt 7,90 Euro im Vorjahr wird sie heuer 8,50 Euro kosten. Die Verantwortlichen begründen das mit insgesamt steigenden Ausgaben. Eine Rolle spielt dabei das Sicherheitspersonal – aber auch ein anderer Grund.

Am Brucker Volksfest wird die Mass Bier teurer. Statt 7,90 Euro im Vorjahr wird sie heuer 8,50 Euro kosten.

Die Verantwortlichen begründen das mit insgesamt steigenden Ausgaben. Eine Rolle spielt dabei das Sicherheitspersonal – aber auch ein anderer Grund.

„Wir wollen das Defizit reduzieren“, sagt Markt- und Festreferent Markus Droth auf Nachfrage. Er sitzt auch im Arbeitskreis Volksfest, der seit Wochen intensiv am Konzept für die Feier arbeitet.

Rund 55 000 Euro Miese machte die Stadt 2015. Dabei spielt auch eine Rolle, dass die Verantwortlichen nach der Zusammenlegung von Frühlings- und Volksfest 2015 neu mit der Schloßbrauerei Kaltenberg und dem Wirt verhandelt haben. Und zwar über die sogenannte Rückvergütung. Einfach erklärt: Die Stadt verdient pro verkaufte Mass. Dieser Anteil wurde durch die neuen Verhandlungen geringer und muss ausgeglichen werden. Denn der Bierverkauf macht 80 bis 90 Prozent der Gesamteinnahmen aus.

„Es war klar, dass wir an der Bierpreis-Schraube drehen müssen“, sagt Markus Droth. Immerhin hätten sich auch die Kosten für Sicherheit verdoppelt. „Die Polizei alleine kann das nicht leisten, wir brauchen Securities.“ Bereits bei der Veranstaltung vergangenes Jahr hatte man Personal eingesetzt. „Das ist äußerst wichtig für alle Besucher, und zu dieser Entscheidung stehe ich. Da müssen wir investieren.“ Außerdem denkt der ehemalige Vorsitzende des Gewerbeverbandes auch an die Außenwirkung. „In dieser Woche konzentriert sich alles am Volksfestplatz aus Kultur, Wirtschaft und anderen Sparten. Da wollen sich alle angemessen präsentieren.“

Die Verantwortlichen haben auch noch einmal mit der Brauerei verhandelt. „Die Brauerei wird uns mehr unterstützen“, sagt Droth. Genauer will er sich dazu noch nicht äußern. Nur so viel: Die Vertreter der Schloßbrauerei Kaltenberg hätten gesehen, dass das Fest 2015 gut lief. Und auch, wenn die Kaltenberger sicherlich den doppelten Logistik-Aufwand für zwei Zelte betrieben hätten: „Jetzt schieben sie an und auch der Wirt zieht mit.“

Thomas Lillpopp, Marketing-Chef der Schloßbrauerei, bestätigt das. Es habe neue Gespräche über die Kooperation gegeben. „Wir haben uns geeinigt und beteiligen uns stärker.“

Wie genau, will Lillpopp nicht verraten. Aber beispielsweise werde es am 23. April, dem Tag des Deutschen Reinheitsgebots (das heuer 500 Jahre alt wird), eine Aktion geben. Wie diese aussehen wird? Darüber denken die Verantwortlichen laut dem Marketing-Leiter noch nach. „Aber wir werden zusammen mit den Bruckern am Volksfest feiern. Wir wollen keine Konkurrenz-Veranstaltung machen.“ Droth jedenfalls ist froh über die Einigung. „Es wäre schade, wenn wir nicht mit der örtlichen Brauerei kooperieren würden.“

von Verena Usleber

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