Demnächst wohl auch für Rollstuhlfahrer bequem zu erreichen: die Oberweikertshofener Kirche St. Johannes der Täufer. Für den bestehenden Zugang (vorne rechts) braucht man Hilfe. Foto: Kramer

Oberweikertshofen

Kirche wird behindertengerecht

Oberweikertshofen – Vermutlich können Rollstuhlfahrer demnächst an den Gottesdiensten in St. Johannes der Täufer teilnehmen, ohne auf die Hilfe anderer angewiesen zu sein. Der Gemeinderat ist prinzipiell gewillt, eine entsprechende Baumaßnahme der Pfarrei finanziell zu unterstützen.

Gegenwärtig haben Rollstuhlfahrer oder Gehbehinderte einige Hürden zu überwinden, wenn sie das Gotteshaus betreten wollen: Der Zugang zum Kirchenareal von der Straße „Am Anger“ führt über zwei Stufen und durch ein Gartentürchen, zwei weitere Stufen vor dem Eingang in das Kirchenschiff stellen ein zusätzliches Hindernis dar.

Die Pfarrei will nun von der Nordostseite her einen neuen zusätzlichen Zugang schaffen. Dazu muss die Kirchmauer durchbrochen werden. Die Pfarrei schätzt die Kosten auf 39 000 Euro und hat der Gemeinde nach Rücksprache mit dem Erzbischöflichen Baureferat eine Drittelung der Kosten vorgeschlagen: Ein Drittel soll aus Mitteln der Baupauschale finanziert werden, ein Drittel wird den Friedhofsrücklagen entnommen. Das letzte Drittel bliebe an der Kommune hängen – immerhin übernehme die Pfarrei mit dem Bestattungswesen eine originär kommunale Aufgabe, argumentiert die Kirchenseite.

Die Ortsvertreter schlossen sich dieser Sichtweise grundsätzlich an, sie brachten aber eine zusätzliche Idee ins Spiel: die Renovierung der Kirchmauer. Nicht zuletzt, weil wohl vor kurzem neue Förderrichtlinien des Erzbischöflichen Ordinariats in Kraft getreten sind: Danach übernimmt die Kirche 85 Prozent der Kosten, sofern sich das Gesamtprojekt auf mehr als 100 000 Euro summiert. Das Kommunalparlament beauftragte Bürgermeister Josef Nefele, mit dem Pfarrverband Rücksprache zu halten.  kra

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