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Ich will eines! Ich auch! Zahlreiche Fans waren zur Autogrammstunde der Füchse gekommen.

Handball-Profis zu Gast in Eichenau

Autogrammstunde mit den Berliner Füchsen

Eichenau -  Der Bundeligist Füchse Berlin war zu Gast in Eichenau - und begeisterte Fans wie Handballer gleichermaßen. Bei der Autogrammstunde herrschte ein reger Andrang.

Einen Torschützenkönig aus der Bundesliga bekommt man nicht alle Tage zu Gesicht. Das galt beim Jahrhundertspiel des Eichenauer SV gegen die Füchse Berlin nicht nur für die Landesliga-Handballer.

Auch Dominik Maurer ist ganz heiß auf die Unterschrift von Petar Nenadic, der in der vergangenen Saison der DKB Handball-Bundesliga 229 mal getroffen hat. Dass der mit seinen Kollegen eine halbe Stunde zu spät zur Autogrammstunde aufläuft, ist dem Elf-Jährigen egal. Nach ein paar Minuten fühlt er sich mindestens so als Europameister wie die deutschen Handballer Ende Januar. „Alle Autogramme sind zusammen“, meint er strahlend.

Kent Robin Tönnesen ist mehr der Smartphonetyp. Manchmal gibt der 25-jährige Norweger den Ronaldo, wartet geduldig bis die Fans auch das letzte Foto gespeichert haben. Von den jugendlichen Fans hat er sich vor der Budriohalle gern in Manndeckung nehmen lassen. Als es auf’s Parkett geht, schüttelt er seine Gegenspieler lieber ab.

Das wurde auch im Ergebnis deutlich. Der Bundesligafünfte mit internationalen Ambitionen behielt am Ende mit 35:20 (20:11) die Oberhand. „Egal“, dachten sich auch die knapp 500 Fans. Sie zelebrierten das Jahrhundertspiel geradezu. Jeder Treffer der eigenen Landesligatruppe, die sich in der Vorsaison mit einem Endspurt den Ligaerhalt gesichert hatte, wurde bejubelt, jede Parade der Eichenauer Keeper gefeiert.

Für Christian Kofler, Trainer des Eichenauer SV, war das Resultat, das am Ende auf der Anzeigentafel stand, zweitrangig. Zu verschmerzen war für ihn auch, dass die Füchse-Nationalspieler wegen der Vorbereitung auf die Olympischen Spiele nicht in Eichenau mitwirkten. „Es waren trotzdem, Hochkaräter dabei“, dachte er ebenso wie die meist jugendlichen Autogrammjäger. Ein Nenadic oder der langjährige kroatische Nationalspieler Drago Vukovic seien Hochkaräter. „Da hat man schon was Großes in der Halle“, sagte Kofler.

Das konnten die Nachwuchsteams locker unterschreiben. Mal mit einem Bundesligaprofi einlaufen oder vor ein paar hundert Fans, das hat man nicht alle Tage. Besonders begehrt dabei: Vukovic. Der Kroate wurde gleich von drei Mädchen und Buben auf das Parkett begleitet. Die Mühen für den Verein, der viel organisatorische Vorarbeit geleistet hat, hatten sich gelohnt.

Am Sonntag treten die Füchse Berlin noch beim Drittligisten TuS Fürstenfeldbruck an. Spielbeginn in der Wittelsbacher-Halle ist um 16 Uhr. Das Vorspiel bestreiten ab 13.30 Uhr die Frauen des HCD Gröbenzell gegen den TS Haunstetten.

von Hans Kürzl

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