Eichenauer SPD fordert Beitritt

Wohnbaugesellschaft noch in weiter Ferne

Landkreis – Die Eichenauer SPD will den Beitritt zur gemeinsamen Wohnungsbaugesellschaft der Kommunen Gröbenzell, Olching und Puchheim beantragen. Doch eine solche Gesellschaft gibt es noch gar nicht. Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie sollen erst im Herbst vorliegen.

Großes Interesse herrscht derzeit vielerorts an einem noch ungelegten Ei, nämlich an einer kommunalen Wohnungsbaugesellschaft von Gröbenzell, Olching und Puchheim. Nun setzen sich auch die Eichenauer Sozialdemokraten dafür ein, dass sich die Starzelbachgemeinde dem Vorhaben anschließt und kündigen an, einen entsprechenden Antrag im Gemeinderat zu stellen. Dabei berufen sie sich auf den Emmeringer Gemeinderat, der ähnliches beschlossen habe. Einziges Problem: Eine solche Gesellschaft gibt es gar nicht.

Zwar hatten die Bürgermeister – damals war auch noch Brucks OB dabei – auf Anregung von Puchheims Rathaus-Chef Norbert Seidl eine solche interkommunale Zusammenarbeit schon einmal informell besprochen, auch liegt inzwischen eine Machbarkeitsstudie vor. Von einem gemeinsamen Unternehmen, wenn es denn kommen sollte, ist man aber noch weit entfernt.

Die beim Verband der Bayerischen Wirtschaft in Auftrag gegebene Studie sollte insbesondere mögliche Aufgabenbereiche und denkbare Gesellschaftsformen untersuchen. Tun sich die Kommunen nur zusammen und verwalten ihren Immobilienbesitz gemeinsam oder nehmen sie Geld in die Hand und bauen selber? Und wenn ja, mit welchem Geld? Vermutlich im Herbst sollen zunächst die drei Gemeinde- und Stadträte über die Ergebnisse informiert werden.

Unabhängig von der Initiative der drei Ost-Kommunen gibt es seit einiger Zeit eine Art Wohnungsbaukonferenz, die im Landratsamt zusammenkommt. Dort werden ähnliche Themen besprochen wie sie auch die Studie behandelt, allerdings werden Referenten, beispielsweise vom Verband der Bayerischen Wohnungswirtschaft oder bereits bestehenden öffentlichen Wohnungsbau-Gesellschaften wie der in Dachau, eingeladen. Bei diesem Informationsaustausch sind auch kleinere Gemeinden zugegen.

Insbesondere in Puchheim stellt sich mithin die Frage, ob man noch länger warten sollte. Vielleicht finden sich ja außer Emmering und der Eichenauer SPD noch weitere Interessenten für eine interkommunale Zusammenarbeit. Die Stadt hat vor kurzem ihre eigene Wohnraumentwicklungsgesellschaft gegründet und mit reichlich Kapital ausgestattet. Die könnte zum Beispiel der Kern einer neuen Gesellschaft mit mehreren Teilhabern werden. „Puchheim ist eigentlich handlungsfähig“, sagt Seidl.  

von Olf Paschen

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