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Die Bergung von Personen aus Wohnungen spielt bei der Germeringer Feuerwehr eine große Rolle. 

Auch wegen Fehlalarmierungen

Einsatzstunden der Feuerwehr gehen steil nach oben

Germering – Geld zahlt ihnen keiner, den ehrenamtlichen der Freiwilligen Feuerwehr. Sie würden das vermutlich auch gar nicht wollen. Gemeinschaftlichkeit und der Einsatz im und fürs Ehrenamt sind den Rettern in den roten Einsatzfahrzeugen seit jeher die wichtigsten Tugenden.

Dafür riskiert man schon mal Kopf und Kragen, und das nicht nur wenn's die Agenda erlaubt. Die Jahresbilanz von 2015 der Freiwilligen Feuerwehr Germering beinhaltet eindrucksvolle Zahlen.

248 Mal wurden die Feuerwehr-Männer und -Frauen vergangenes Jahr zum Einsatz gerufen. Bei 79 Aktiven, darunter zwölf Jugendlichen, klingelte dann der Alarmierungs-Pager. Sie rissen sich aus ihren Jobs los: 172 Einsätze mussten im Vorjahr zwischen 6 und 18 Uhr geleistet werden. 76 Mal wurden die Retter zu nächtlichen Einsätzen aus ihren Betten gerissen.

Insgesamt 3912 ehrenamtliche Einsatzstunden kamen so im vergangenen Jahr zusammen. „Das ist ein deutlicher Zuwachs im Vergleich zu vorhergehenden Jahren“, erklärt Feuerwehr-Sprecher Christian Haugg. Der Löwenanteil der Einsätze sei 2015 im Zuge des Orkans Niklas, der Anfang April über das Einsatzgebiet hinwegzog, fällig geworden. Mit 192 Stundenkilometern fegte der Sturm damals über Wald und Wiesen hinweg, machte in Zusammenarbeit mit kleineren Unwettern 59 Einsätze wegen Sturmschäden aus.

649 Einsatzstunden wegen Fehlalarm

Doch nicht nur wenn die Natur ihren Tribut forderte, sondern auch wegen allerlei anderer Notstände rückte die Feuerwehr Germering aus. Insgesamt 169 so genannte Technische Hilfeleistungen erledigten sie dabei. Dazu gehörten Autounfälle, Wohnungsöffnungen, Ölspuren und ähnliches. 2500 Einsatzstunden waren sie da beschäftigt. 40 Brandeinsätze komplettieren die Bilanz. Das ergab 761 Stunden, die die Feuerwehrler mit dem Löschen von Haus-, Zimmer-, Keller-, oder Containerbränden zubrachten. 53 Menschenleben konnten sie dabei retten. In 38 Fällen musste jedoch niemand gerettet werden: 649 Einsatzstunden verstrichen aufgrund von Fehlalarmierungen.

Nachwuchs zu gewinnen fällt vielen Feuerwehren schwer. In Germering gibt es zurzeit zwölf Jugendliche als Feuwerwehrmänner in spe. Gewonnen wurden sie auch durch eine Kooperation mit der Wittelsbacher Mittelschule.

Die Feuewehr schafft dabei in der Nachwuchsarbeit den Spagat zwischen Freizeitspaß – zum Beispiel durch Kinobesuche, einen Orientierungsmarsch oder ein Fußballturnier – und Ausbildung. Insgesamt zwölf Jugendübungen wurden dafür durchgeführt.

Bei Fortbildungsmaßnahmen waren die Germeringer auch aktiv. 67 Ausbildungsveranstaltungen im eigenen Haus, 47 Lehrgänge in fremder Stube, jedoch im Landkreis, sowie 14 Fortbildungen in staatlichen Feuerwehrschulen sorgten stets für Auffrischung der Verfahrensmethoden. Eine ganze Menge bestandener Feuerwehrleistungsprüfungen waren der Lohn dafür.

Johannes Thalmayr

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