Bürgerwerkstatt

Autos raus aus dem Emmeringer Zentrum

Emmering - Was kann in Emmering verbessert werden – und wie? Mit dieser Frage beschäftigten sich rund 50 Bürger in einer Bürgerwerkstatt.

Insbesondere das Thema Verkehr bewegte die Teilnehmer, die sich im Bürgerhaus versammelt hatten. Die Situation im Ortskern soll sowohl für Fußgänger, als auch für Rad- und Autofahrer verbessert werden. Vorab hatten Mitarbeiter von vier Planungsbüros – darunter „Heller Späth“, „German Deller“, „Luska Freiraum“ sowie die „Planungsgruppe 504“ – das Ortszentrum analysiert. Ihr Fokus lag auf Verkehr, Städtebau und Freianlagen.

Es wurden Stärken, Schwächen und Potenziale herausgearbeitet. „Auf den Straßen sind sehr viele Autos unterwegs“, stellte Michael Luska vom gleichnamigen Planungsbüro fest. Und das Rad- und Fußwegenetz sei verbesserungswürdig. In der so genannten grünen Mitte jedoch, den kreuzförmig angeordneten Grünanlagen im Ortskern, stecke laut Luska viel Potenzial.

Der Landschaftsarchitekt leitete eine der beiden Arbeitsgruppen, in die die Teilnehmer anschließend eingeteilt wurden. In der Gruppendiskussion bemängelten auch viele Bürger die Unvollständigkeit des Rad- und Fußwegenetzes. Verbindungen zwischen den einzelnen Wegen würden oft fehlen. Manfred Haberer, der oft mit dem Drahtesel unterwegs ist, liegen die Radwege besonders am Herzen. „Auf der Hauptstraße sind nicht alle Verkehrsteilnehmer gleichberechtigt“, sagt der 57-Jährige. Außerdem würden Autos oft zu schnell fahren, was bei unübersichtlichen Strecken gefährlich sei. Ein Problem, das auch Monika Aumiller kennt.

An Tempo 40 auf der Estinger Straße halte sich laut der 48-Jährigen ohnehin niemand. Ein weiteres Manko in den Augen vieler Emmeringer ist der Durchgangsverkehr. Es besteht zwar Hoffnung, dass Pendler und Lastwagen-Fahrer in Zukunft auf die geplante Olchinger Südwest-Umgehung ausweichen werden. Trotzdem findet die Mehrheit der Teilnehmer, dass der Verkehr innerorts verlangsamt werden müsse. Michael Luska schlug vor, die Straßen optisch zu verengen. Dadurch würden Autofahrer vorsichtiger und langsamer fahren. Auch wurde der Wunsch geäußert, den Ortskern optisch aufzuwerten. „Damit sich die Leute auf den Plätzen vor dem Rathaus und dem Bürgerhaus aufhalten wollen, müssten sie attraktiver gestaltet werden“, meinte Monika Aumiller.

Da es sowohl für ältere als auch für jüngere Bürger zu wenige Freizeitangebote in Emmering gäbe, wurde vorgeschlagen, das ehemalige Gelände des Turnvereins Emmering (TVE) weiterhin für sportliche Aktivitäten zur Verfügung zu stellen. Zum Schluss wurden alle Ideen gesammelt. Sie werden nun von den vier Büros zusammen ausgewertet. Das Ergebnis erfahren die Bürger im November. Anfang 2017 entscheidet dann der Gemeinderat – dann kann ein Stadtplaner beauftragt werden

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