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Weiße Tutus, Leggings und Schleifchen auf dem Kopf: So stellt man sich gemeinhin ein Männerballet vor. Die Germeringer Fun Boys haben dieses Klischee voll erfüllt.

11. Männerballett-Treffen der Olchinger Tanzfreunde

Die Frauen hinter den tanzenden Männern

Olching -  Männer, die tanzen: Davon träumen viele Frauen. Doch was sagen die Damen, wenn ihre Partner wirklich mal in Tutus und andere Kostüme schlüpfen? Meist sind sie begeistert. Oft haben sie ihre Männer sogar selbst dazu animiert.

So jetzt passt’s: Caroline Blaschke hilft ihrem Mann Wolfgang bei den Vorbereitungen zum Auftritt.

Männer gelten landläufig als Tanzmuffel. Zu Unrecht, sagt Hermine Weidenbeck. „Ich glaube, Männer tanzen schon gern, sie trauen sich nur nicht.“ Die Olchingerin muss es wissen, ihr Mann ist nämlich ausgesprochen tanzbegeistert. Bereits in der sechsten Saison steht der 44-Jährige mit dem Olchinger Männerballett auf der Bühne. Wie er dazu gekommen ist? „Ich habe ihn hingeschickt“, sagt Hermine Weidenbeck.

Nachdem sie einen Auftritt der Truppe miterlebt hatte, dachte die 42-Jährige, dass das auch für ihren Angetrauten etwas sein könnte. „Man hat gesehen, dass es den Männern Spaß macht“, erinnert sie sich. Es brauchte nicht viel Überzeugungsarbeit, bis Martin Weidenbeck ein Probetraining besuchte. Und tatsächlich: Schon am nächsten Tag hatte er sich als neues Mitglied eingetragen.

„Verliebte Jungs“ hieß das erste Programm, bei dem er mit von der Partie war – Hermine Weidenbeck weiß es noch wie heute, sie hat keine Saison verpasst. Und sie war auch am Samstag mit von der Partie, als das Männerballett seine aktuelle Show „Männer in den besten Jahren“ präsentierte.

Bereits zum elften Mal hatten die Olchinger Tanzfreunde zum großen Männerballett-Treffen ins Mammendorfer Bürgerhaus eingeladen. Neun Garden mit insgesamt 72 Tänzern präsentieren ihre Programme vor rund 300 begeisterten Zuschauern.

Ein starkes Team: Hermine und Martin Weidenbeck.

Auch für Caroline Blaschke war es keine Frage, dass sie an diesem Abend mit dabei sein würde. Ihr Mann Wolfgang gehört zu den Tänzern der ersten Stunde. „Ich war von Anfang an Feuer und Flamme“, sagt die 56-Jährige.

Vor 20 Jahren war das Männerballett noch allein auf weiter Flur, eine exotische Erscheinung, die durchaus auch blöde Kommentare erntete – zumal die Herren beim allerersten Auftritt in Arielle-Kostümen über die Bühne hüpften. „Es wurde im Freundeskreis schon ein bisschen gelästert“, erinnert sich Caroline Blaschke.

Das hat sich gründlich geändert. Die Kritiker von damals sind heute die größten Fans. Inzwischen tragen die Herren auch keine Meerjungfrauen-Outfits mehr, ebensowenig wie es Auftritte im rosa Tutu gibt. „Die Programme sind nie unter der Gürtellinie, sondern immer stilvoll“, findet Tänzer-Frau Caroline.

Der einzige Nicht-Tänzer im Männerballett ist Franz Schiffer. Seine Rolle ist jedoch mindestens ebenso wichtig: Er sucht gemeinsam die Musikstücke für die Shows zusammen und sitzt bei den Auftritten am Mischpult. Selbst auf die Bühne will er nicht, erzählt seine Frau Andrea. „Die Trainerin hat schon öfter gesagt, dass er doch auch mittanzen könnte. Aber er möchte lieber die Musik machen.“ (os)

So schön war das Männgergarde-Treffen

Die schönsten Bilder vom Männergardetreffen in Mammendorf

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