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Bis zu 100 Brucker setzten am Samstag auf dem Marktplatz ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit.

Fürstenfeldbruck:

Demonstranten setzen Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

Fürstenfeldbruck – Bis zu 100 Brucker setzten am Samstag auf dem Marktplatz ein Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit. Spontan kam es zu einer Gegendemo gegen eine Versammlung  der Partei  „Der Dritte Weg“.

Die Menschen hatten sich kurzfristig zu einer Gegendemo gegen eine Kundgebung der als verfassungsfeindlich geltenden Partei „Der Dritte Weg“ zusammengefunden. Die Demo verlief laut, aber friedlich.

Relativ kurzfristig hatte sich die Kunde verbreitet, dass der „Dritte Weg“ eine Demo gegen die Asylunterkunft am Fliegerhorst angemeldet und genehmigt bekommen hatte. „Ich habe zufällig über einen Informanten davon erfahren“, sagte Willi Dräxler, der Integrationsbeauftragte der Stadt Fürstenfeldbruck. Per Rundmail und über soziale Medien wie Facebook hat dann Mitstreiter für die Gegendemo mobil gemacht.

Dass der Aufmarsch der als rechtsradikal und fremdenfeindlich geltenden Partei in Bruck recht spät bekannt wurde, kritisierte Jan Halbauer von den Grünen, der ebenfalls mit einer „Nazis? Nein Danke“-Fahne Flagge gegen Fremdenhass zeigte. „Eigentlich ist es Usus unter dem demokratischen Parteien, dass sowas frühzeitig bekannt gegeben wird.“ So habe man nur wenige Leute informieren können.

Doch die knapp 30 Gegendemonstranten wurden im Verlauf der gut eine Stunde dauernden Kundgebung immer mehr. Mit Trillerpfeifen und lauten „Nazis raus aus Bruck“-Rufen machten sie deutlich, was sie von den Parolen des Dritten Wegs und ihren Bannern und Schildern mit der Aufschrift „Asylflut stoppen“ hielten. Sogar vorbeifahrende Rad- und Autofahrer reagierten mit eindeutigen Handgesten gegen den „Dritten Weg“.

Deren Kundgebung war aufgrund der Lautstärke der Gegendemonstranten kaum zu verstehen. Nach einer guten Stunde packten die mit einem Auto mit Altöttinger Kennzeichen angereisten Demonstranten ihre sieben Sachen und zogen unter den „Nazis raus“-Rufen der Brucker wieder ihres Weges. Ausschreitungen gab es trotz der einen oder anderen Provokation auf beiden Seiten keine. Dafür sorgte die Brucker Polizei, die mit rund einem Dutzend Einsatzkräften präsent war.

Andreas Daschner

Demo in Fürstenfeldbruck: Zeichen gegen Fremdenfeindlichkeit

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