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Gut 3000 Menschen aus Bruck und Umgebung haben in der Hauptstraße am Samstag das Sommernachtsfest gefeiert.

Fest der Heimatgilde

3000 Brucker feiern in der Sommernacht

Fürstenfeldbruck - Einmal im Jahr wird Brucks gute Stube zur Partymeile. Wenn die Heimatgilde zum Sommernachtsfest lädt, treffen sich auf dem Hauptplatz alle Generationen, Einheimische und Zugereiste, um miteinander zu feiern. Für viele ist das traditionsreiche Fest geradezu ein Pflichttermin.

Mit dem Wetter haben die Organisatoren meistens Glück, und so war es auch dieses Mal. Ein Sommerabend wie aus dem Bilderbuch lockte schon zu Beginn scharenweise Besucher an. Noch bevor die Band „Get That“ um halb acht die ersten Takte spielte, tummelten sich gut und gerne 3000 Menschen auf dem Hauptplatz.

„Man trifft hier Hinz und Kunz“, sagt Anni Rauch. Sie sitzt mit ihrem Mann und ein paar Freunden mitten im Geschehen. Freiwillig würden sich die Fünf kein Sommernachtsfest entgehen lassen. Einmal im Jahr mitten in der Stadt unter freiem Himmel miteinander feiern – das ist einfach schön. „Als gebürtiger Brucker muss man da hergehen, das verpflichtet“, bekräftigt Stefan Rauch.

Für ein Mitglied der Heimatgilde, das er seit 30 Jahren ist, gelte das natürlich doppelt. Ein bisschen bedauern es die Rauchs und ihre Freunde, dass es die alten Wirtschaften am Hauptplatz nicht mehr gibt beziehungsweise sie bei dem Fest nicht mehr so mitziehen wie früher. „Der Brameshuber, der Marthabräu, der Hendlbauer – alle hatten auf.“

Aber die Zeiten ändern sich eben, und mit ihnen auch das kulinarische Angebot. Neben den Klassikern Hax’n, Hendl und Steckerlfisch hatte die Heimatgilde heuer erstmals einen Stand eingeladen, der Burger und Wraps anbot. Nächstes Jahr sollen auch die Curry-Piraten mit ihren scharfen Würsten wieder dabei sein, verspricht Jörg Koschny, der zum zweiten Mal das Fest federführend organisiert hat.

Koschny sitzt etwas abseits, hinter der Bar der Heimatgilde, und kann endlich durchatmen. Der 48-Jährige ist stolz, in die Tradition des Sommernachtsfestes eingebunden zu sein, und nimmt die viele Mühe dafür gern in Kauf. „Es steckt sehr viel Arbeit drin, die kein Mensch sieht.“ Anträge stellen, die Stände organisieren, Sicherheitspersonal anheuern, dafür sorgen, dass vom Klowagen bis zum Rettungsweg alles da ist, 200 Biertischgarnituren aufbauen. Dabei haben rund 60 Helfer mit angepackt.

Eine Band für den Abend zu finden, war dieses Jahr gar nicht so einfach, erzählt Koschny. In Olching fand zeitgleich das Schwaigfeldfest statt, in Gröbenzell die Musiknacht. Über einen Arbeitskollegen und mehrere Ecken kam glücklicherweise der Kontakt mit „Get That“ zustande, einer jungen Partyband aus Dasing bei Augsburg.

Die sieben ehemaligen Realschüler haben mit ihrer Cover-Formation erst heuer so richtig durchgestartet, lieferten in Bruck aber eine erstaunlich souveräne Show ab. Jörg Koschny blickt zufrieden über den Hauptplatz. „Es ist schön zu sehen, dass alles so gut läuft.“ Doch während die Brucker in die Nacht feierten, beginnt es in seinem Kopf bereits wieder zu arbeiten. Der Termin fürs Sommernachtsfest 2017 steht schon. „Wir haben heute mit den Vorbereitungen für nächstes Jahr angefangen.“

von Ulrike Osman

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