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Konnten gerade noch etwas zu Essen ergattern: Die Pucher Max Lieberman (33) und Martin Nastoll (35). Beim erfolgreichen Foodtruck-Festival in Bruck war am Abend fast alles ausverkauft.

Riesenansturm sorgt für ausverkaufte Buden

10.000 Hungrige bei Foodtruck-Festival

Fürstenfeldbruck - Da war richtig was los: Am Wochenende stieg in Bruck das erste Foodtruck-Festival. Wegen des Mega-Andrangs waren am Ende viele Speisen ausverkauft.

Bei Fastfood denken die meisten Menschen an fades, unkreatives und vor allem ungesundes Essen. Dass Burger und Co. aber auch ganz anders präsentiert werden können, zeigte das Foodtruck-Festival, das auf dem Volksfestplatz Premiere feierte.

Gourmet-Burger, Edel-Currywurst oder doch lieber Quinoa? Die Qual der Wahl hatten die mehr als 10000 Besucher des Foodtruck-Festivals in Bruck. 31 aufwändig verzierte, aber völlig unterschiedliche rollende Imbissbuden hatten sich auf den Weg nach Bruck gemacht. Während die Gastronomen aus dem Raum München eine relativ kurze Anreise hatten, rollten die Foodtrucks aus Salzburg, Frankfurt, Regensburg und Zürich schon etwas länger über die Autobahn. „Das hat sich aber voll und ganz gelohnt“, resümierte Patrick Hanley aus Regensburg, der in der „Wunderbar“ glutenfreie Galettes (ein aus der Bretagne stammender Buchweizenpfannkuchen) angeboten hat.

Der 49-Jährige ist jede Woche mit seinem Foodtruck unterwegs. „Ich finde es Wahnsinn, dass es immer noch besser werden kann. Fürstenfeldbruck ist bis jetzt mein Highlight“, lobte Hanley und zeigt auf die mehr als 30 Menschen, die darauf warten, eine seiner Spezialitäten zu probieren. Direkt daneben steht die „intolerante Isi“. Das ist aber keine Dame, die prinzipiell nichts akzeptiert, sondern der Name eines kleinen Foodtrucks, dessen Angebot für Veganer und auch für alle mit Lebensmittelunverträglichkeiten gestaltet ist.

Tena Bransteter will diesen veganen Trend einmal ausprobieren und freut sich über die Vielfältigkeit der Veranstaltung. „Ich bin schon den ganzen Tag hier. Man kann theoretisch alles mal probieren“, so die 24-jährige Bruckerin. Den gleichen Plan haben auch Carolin Grundei (31) und Gloria Winiarz (31) aus Weil und Landsberg. Sie waren schon öfters auf einem Foodtruck-Festival und sind an dem veganen Stand „Rawkus“ aus München hängen geblieben. „Ich esse kein Schweinefleisch und finde es toll, dass man hier sowohl Überregionales, als auch Internationales probieren kann“, meint Gloria Winiarz. Für sie sei es ganz besonders wichtig, dass das Essen schnell, nachhaltig und vor allem gesund sei.

„Das können wir garantieren“, verspricht Max Westphal (25), der den veganen Truck zusammen mit seinem Kollegen Philipp Steidle (24) leitet. Sie wollen sich abgrenzen und sind sich sicher, dass die Besucher eher an exotischen Spezialitäten, als an „normalen“ Klassikern interessiert sind. Das bestätigen auch ihre Verkaufszahlen. Schon am späten Nachmittag sind sie restlos ausverkauft. Ein Stand nach dem anderen muss schon am frühen Abend das berühmte „Sold-out“-Schild heraushängen.

Die Pucher Max Lieberman (33) und Martin Nastoll (35) haben die allerletzte Portion Süßkartoffel-Pommes des „The Cave“ Trucks aus München ergattert. „Ich glaube, man muss auch beim Essen die Moderne mit der Tradition verbinden“, meint Nastoll. Bei „Hot Frog BBQ“ gab es deftige Rindersteak-Burger, der „Beefträger“ packte frische Fleischvariationen direkt aus dem Smoker auf die Hand und bei „Salsa Verde“ überzeugten die Tacos mit langsam geschmortem Fleisch.

Riesen-Ansturm auf Foodtruck-Festival FFB: Bilder

„Bei der Auswahl der Trucks haben wir stark auf die Vielfältigkeit geachtet und haben es geschafft, die wohl besten Foodtrucks Deutschlands zu ergattern“, erläutert Organisator Markus Bauer. Aus diesem Grund sind auf dem gut gefüllten Volksfestplatz auch Donuts, Langos (Auszogne) und frozen Yogurt zu finden. Aber es stehen niemals zwei Stände nebeneinander, die etwas Ähnliches angeboten haben. „Die Besucher sollten über den Volksfestplatz gehen und an jedem Stand eine andere kulinarische Reise antreten“, erklärt der 43-Jährige.

Livemusik, Kinderunterhaltung und mehrere Sitzmöglichkeiten runden die Veranstaltung ab. Es sei erstaunlich, dass so viele Menschen bei teils sehr starkem Regen weiterhin in den Schlangen ausharren. In zwei Zelten und unter gut 30 großen Schirmen lassen sich die Gäste das Event aber nicht von dem schlechten Wetter verderben und genießen zusammen die verschiedenen kulinarischen Spezialitäten. Laut Bauer soll das Foodtruck-Festival nächstes Jahr wiederholt werden. „Dann hoffentlich mit besserem Wetter.“

 von Tim Grübl

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