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Tollwütige Fledermaus bei Osnabrück gefunden

Kester-Haeusler-Park

Baumfällung für Fledermäuse verschoben

Fürstenfeldbruck – Die Stadt geht beim geplanten Kinderhaus im Kester-Haeusler-Park Kompromisse ein. Die aufgebrachten Nachbarn sollen durch die Verlegung einiger Parkplätze befriedet werden. Für die Fledermaus-Bäume gibt es eine ganz spezielle Lösung.

Einige Brucker sind dagegen, dass im Haeusler-Park zwischen Dachauer- und Stadelberger Straße wie geplant ein Kinderhaus gebaut wird. Und das aus unterschiedlichen Gründen. Einerseits müssen für den Bau Bäume fallen. Das stößt bei einigen Bruckern, aber auch beim Bund Naturschutz auf heftige Kritik. Unlängst hatte der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) unter Zeitdruck erlaubt, einige Stämme, in denen Fledermäuse wohnen könnten, abzuholzen. Da sich die Tiere im Winter in den Baumhöhlen einnisten und ihre Ruhe brauchen, hätten die Stämme noch im Herbst abgeschnitten werden müssen. Nun gibt es eine Lösung, die auch die zuständige Obere Naturschutzbehörde der Regierung bereits genehmigt hat.

Demnach wird über die Bäume eine Spezialfolie gestülpt, durch die die Fledermäuse hinaus- aber nicht wieder hineinfliegen können. Somit kann das Zeitfenster für die Abholzung bis auf Ende Februar erweitert werden.

Andererseits hatten unlängst einige Anwohner über ihren Anwalt mit einer Klage gedroht, weil die Zufahrt zum Grundstück neben dem schmalen Karl-Trautmann-Weg vor ihren Reihenhäusern gebaut werden soll.

Auch Parkplätze sind ihnen ein Dorn im Auge. Deshalb beschlossen die Stadträte im zuständigen Ausschuss, dass eine Parkplatz-Verlegung die Lage entschärfen soll. Vier der Mitarbeiter-Stellplätze werden nun näher an die Psychiatrie im Norden gelegt. Der Betreiber, der Bezirk Oberbayern, lässt die vier Mitarbeiter dafür über sein Gelände fahren. Durch diese Verlegung würde die geplante Zufahrt parallel zum Karl-Trautmann-Weg breiter. Außerdem würde der Verkehr von Mitarbeitern und Eltern getrennt.

Die Anwohner sollen zudem den Wendehammer nutzen, um über die neue Erschließungsstraße vorwärts auf die Dachauer Straße einbiegen zu können. Bisher parken sie rückwärts aus.

Die neuerliche Diskussion war die letzte, bevor der Stadtrat entscheiden soll. Im Fokus stand neben den genannten Themen auch wie schon so oft, ob sich der Haeusler-Park generell als Standort eignet. Wie schon seit Beginn der Planungen, argumentierte Uli Schmetz (SPD): „Wenn man sich die ehemalige Gesamtfläche vor Augen führt, wäre eine weitere bauliche Nutzung eine Sünde.“ Planungsreferent Christian Stangl (Grüne) kritisierte, dass Bäume gefällt werden müssen. Und Umwelt-Referentin Alexa Zierl (Grüne) hatte die verschiedenen Betreuungseinrichtungen in der Stadt zusammengetragen. Sie stellte fest, dass es in der Stadtmitte ein Überangebot gebe. Man solle lieber südlich der Amper, im Westen oder in Neulindach Kinderhäuser bauen, um die Verkehrsbelastung zu vermeiden: „Genau da wird es gebraucht.“ Raff bemerkte zu der Standort-Frage in Richtung Alexa Zierl, dass es bei Krippe und Kindergarten keine Sprengel-Einteilung gibt. Die Eltern würden ihre Kinder dort hinbringen, wo sie möchten.

Dass viele der Räte bei der Entscheidung „Magengrimmen“ haben, artikulierte etwa Markus Droth (CSU). Doch eine weitere Verzögerung oder ein Umschwenken auf eine Alternative wollen die meisten nicht hinnehmen. Sie empfahlen dem Stadtrat mit zehn zu fünf Stimmen, den Bebauungsplan anzunehmen.

CSU-Fraktionssprecher Andreas Lohde hielt den Gegnern den späten Widerstand vor. Man könne den Bedarf an Betreuungsplätzen nicht wegdiskutieren. (fd)

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