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„Irgendwas schleift“: Tagblatt Mitarbeiter Marco Gierschewski (l.) sieht sich zusammen mit Mechaniker Lorenz Schanbeck die Radnabe am Vorderreifen seines Drahtesels an. 

Am geschwister-scholl-platz

Brucks erster großer Radlcheck

Fürstenfeldbruck – Ein schleifender Reifen, ein kaputtes Licht, fehlende Reflektoren: Wer mit einem kaputten Rad unterwegs ist, bringt sich und andere in Gefahr. Gerade in der dunklen Jahreszeit ist ein sicheres Gefährt wichtig. Deshalb gab es in Bruck nun erstmals einen kostenlosen Sicherheits-Check.

Um für sichere Räder auf den Brucker Straßen zu sorgen, bot die AGFK (Arbeitergemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern) den Fahrradservice auf dem Geschwister-Scholl-Platz im Brucker Westen an. Die Idee dazu stammte von der städtischen Radbeauftragten Claudia Gessner.

Auch ich habe mein Rad mitgebracht – schon seit längerem ist mir ein unangenehmes Schleifgeräusch aufgefallen. Zusammen mit Lorenz Schanbeck (22) vom AGFK überprüfe ich zunächst mögliche Fehlerquellen: Naben, Schutzbleche und den Kettenlauf – nichts. Doch Schanbecks Profi-Auge sieht alles. Nach einem gekonnten Dreher am Rad stellt er fest: „Du hast einen Achter, zwar nur einen leichten, aber dadurch schleift die Bremse.“ Ich befürchte schon, ein neues Laufrad kaufen zu müssen. Doch Lorenz kann mich beruhigen. „Oft kann man kleine Achter noch mit der Speichenspannung korrigieren. Außerdem ist deine Bremse eh etwas zu straff eingestellt.“

Er schnappt sich den Speichenschlüssel und macht sich an die Arbeit. Immer wieder dreht er das Rad, um die Justierung zu überprüfen, bis er schließlich zufrieden ist. Dann lockert er die Bremse noch etwas. „Es ist nicht ganz perfekt geworden, aber so kannst du auf jeden Fall problemlos weiterfahren.“ Das muss ich gleich ausprobieren. Tatsächlich merke ich eine deutliche Verbesserung.

Natürlich schaut sich Lorenz Schanbeck auch noch den Rest meines Rads an. Die Bremsen funktionieren einwandfrei, Klingel, Vorderlampe und Rückstrahler ebenfalls. Reflektoren sind auch vorhanden. Passt. Zum Abschluss überreicht mir der Profi sogar noch ein neues Accessoire: Eine Handyhalterung für den Lenker.

Schanbeck (22) ist eben begeisterter Radlmechaniker. „Kleinigkeiten können wir direkt hier vor Ort richten“, sagt er. „Das Öl in der Schaltung verharzt zum Beispiel. Das erschwert das Schalten. Mit etwas Lösungsmittel kann man da Abhilfe schaffen. Für größere Reparaturen schreiben wir einen Prüfbericht, damit können die Radler zu einer Werkstatt gehen.“ Mir bleibt der Bericht zum Glück erspart. Ich kann guten Gewissens zurück in die Redaktion radeln. (Marco Gierschewski)

Sechs Dinge, die ein sicheres Fahrrad haben muss

Damit ein Rad sicher ist, braucht es einiges an Ausstattung:

 1.) Eine helltönende Klingel. 

2.) Zwei voneinander unabhängige Bremsen (starre Naben an Rennrädern/Fixies gelten nicht als Bremse). 

3.) Zwei rutschfeste und fest verschraubte Pedale, die mit je zwei nach vorne und hinten wirkenden gelben Rückstrahlern ausgestattet sind. 

4.) Einen weißen Frontscheinwerfer sowie ein rotes Rücklicht. 

5.) Für gute Sichtbarkeit von der Seite sind wahlweise Reflektorstreifen oder gelbe Speichenreflektoren (jeweils zwei pro Rad) vorgeschrieben.

6.) Einen weißen Reflektor vorne, einen roten Großrückstrahler sowie einen kleineren roten Rückstrahler hinten. Sinnvoll, aber nicht vorgeschrieben sind laut Fahrradclub ADFC außerdem ein hochwertiges Schloss, eine Standlichtanlage, Kettenschutz, ein stabiler Gepäckträger und Schutzbleche für die Laufräder

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