Daniele Daverna

Brucks singender Pizzabäcker will Schlager-Star werden

Fürstenfeldbruck – Daniele Colella alias Daniele Daverna (34) lebt in zwei Welten. Untertags ist er Vollblut-Gastronom, nachts arbeitet er an seiner Karriere als Schlagersänger. Der Brucker hofft auf den großen Durchbruch.

Mehr als eine ganze Wand im Restaurant Pico Lounge ist voll mit Starfotos: Daniele Daverna mit Helene Fischer, mit Thomas Anders und anderen Idolen. Neben den Größen der Schlagermusik steht immer wieder der schlanke, braungebrannte Brucker mit den mittellangen hellbraunen Haaren.

Daniele mit Helene Fischer. 

Während der sympathische Restaurant-Betreiber über seinen Werdegang spricht, streicht er sich immer wieder Haarsträhnen aus dem Gesicht. Die Mutter kommt aus Schwaben, der Vater aus Neapel. Der Opa mütterlicherseits war Tenorsänger. Zweisprachig in einer Gastronomenfamilie aufgewachsen, kam Daniele Colella erst spät zum Singen. „Anfangs hab’ ich heimlich die Musik meiner Stars nachgesungen, zum Beispiel die Lieder von Ramazzotti oder Celentano.“

Da sei er 16 gewesen – ein später Einstieg in die Schlagerrichtung, in der es viele Kinderstars gibt. „Meine Mutter machte selbst Musik und erkannte, dass mehr in mir steckt“, sagt der 34-Jährige, der über die Kontakte der Mutter, einem Mitglied der Gruppe „Bayerndirndln“, den Einstieg in die Szene fand.

Er machte eine Gesangsausbildung, lernte Gitarre- und Keyboardspielen. Mit der Zeit verlagerte er sich vom Nachsingen aufs Schreiben eigener Songs, entwickelte seinen eigenen Stil, wollte nicht auf einen singenden Italiener reduziert werden. „Ich hatte keinen Bock auf ’O sole mio’“, sagt er und lacht.

Zuerst sang er nur auf Italienisch, konnte sich mit dem sperrigen Deutsch nicht recht anfreunden. Aber seine Produzenten wollten auch Lieder in Landessprache, da musste er sich umstellen. „Und dann habe ich gemerkt, dass das gar nicht schlecht ist.“ Bei der neuen Single heißt es nun aber wieder: Zurück zum Italienischen.

Seit neun Jahren ist der Brucker in der deutschen Schlagerszene aktiv. Noch länger gibt es Colellas Alter Ego, Daniele Daverna. Wie das Pseudonym entstanden ist? „Ich saß mit meinen Eltern im Restaurant und dachte über einen Künstlernamen nach. Da stand die Flasche Ramazzotti, der Name war schon weg. Daneben stand Averna.“ Aus D’Averna wurde schnell Daverna, der deutschen Schreibung wegen. Während er sich als Gastronom Colella mit der Pico Lounge in Bruck ein solides Standbein aufbaute, startete er als Daverna seine Karriere.

Daniele Daverna. 

Gute und schlechte Erfahrungen hat er mit Managern, im In- und Ausland, auf Bühnen und Festivals gemacht. In Davernas Liedern geht es um die Liebe, sie ist sein liebstes Thema. Privat ist eine Beziehung momentan allerdings unmöglich. Musik, Restaurant, Tanzen und Sport nehmen alle Zeit in Anspruch. „Als Gastronom habe ich gelernt, 16 Stunden am Tag zu arbeiten“, sagt Colella, der mit seinem straffen Tagesprogramm kein Problem hat. Was er macht, tut er mit Herzblut, auch eine Karriere in der Schlagerszene schließt er nach wie vor nicht aus. „Ich hoffe noch immer, dass sich harte Arbeit und der Glaube an sich selbst auszahlen.“ 

mmh

Die neue Single

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