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Bierbänke im Schnee: Beim diesjährigen Volksfest im April hatte es sogar geschneit. Der Termin soll trotz des Wunsches einiger Bürger nicht verschoben werden. 

Bürger fordern: Volksfest verschieben!

Fürstenfeldbruck - 57 000 Euro Miese hat das Volksfest heuer eingefahren. Viele Bürger denken laut einer Umfrage, dass dies am Zeitpunkt der Feier liegen könnte und wünschen sich: Das Rathaus soll die Party verschieben. Doch das scheint ausgeschlossen. Dafür soll es andere Neuerungen geben.

170 Bürger hatten an der Online-Umfrage teilgenommen. Die hatte die Stadt auf ihrer Internetseite eingerichtet. Der Großteil der Brucker wünscht sich, den Zeitpunkt für das Fest, das Ende April stattfindet, nach hinten zu legen. Doch das kommt nicht in die Tüte, wie Markt- und Festreferent Markus Droth (CSU) im zuständigen Ausschuss klar machte. In der Umfrage sei dieses Thema auch nicht zur Debatte gestanden.

Der Termin basiere auf einem Beschluss im Stadtrat, wie Droth auf Nachfrage sagt. Entschieden hatte man vor zwei Jahren, als Frühlings- und Volksfest zusammengelegt wurden. Die Entscheidung sei das Ergebnis eines jahrelangen Abwägungsprozesses. Zusätzlich dürfe man das Wetter auf keinen Fall als einzigen Faktor zählen. „Wir haben den Marktsonntag in derselben Woche, der viele Leute in die Stadt zieht“, nennt Droth ein weiteres Argument. Zudem feiere man Ende April außer Konkurrenz: „Da sind keine Hallenfeste, da ist kein Fußball, da kommt uns im Veranstaltungsforum nichts in die Quere.“

"Die Kritiker sollen kommen"

Abgesehen davon wolle er aber sehr wohl die Anregungen der Bürger hören, so Droth. Mindestens zwei Mal im Jahr soll es deshalb künftig ein öffentliches Treffen im Wirtshaus geben. „Man muss miteinander sprechen, die Kritiker sollen kommen.“

Auch beim kleinen Zelt müsse sich etwas ändern, so Droth. Vorstellen könne man sich etwa ein Zirkuszelt, in dem nur etwa 350 Personen Platz haben. „Dafür brauchen wir ein neues und eigenständiges Konzept.“

Die Zahlen sähen sogar besser aus als erwartet. Mit einem Defizit von 70 000 Euro hatte man kalkuliert, 57 000 Euro waren es am Ende. Zwar seien die Einnahmen höher als gedacht. Aber auch die Ausgaben sind nicht gesunken. „Der Rieseneinbruch war nicht da, obwohl es ein paar Tage lang kalt und regnerisch war.“ Viel Geld gibt die Stadt etwa für die Sicherheit, Öffentlichkeitsarbeit wie etwa Werbung und die Arbeiten des Bauhofs aus. Einen Großteil machen auch die Freimarken am Seniorennachmittag und beim Einzug der Vereine aus. „Alleine am Seniorentag waren insgesamt etwa 2000 Bürger da. Das wird wieder gut angenommen“, sagt Droth.

Immer Ärger mit der Beleuchtung

Die Festbeleuchtung, die während diverser Feiern in der Brucker Innenstadt hängt, bereitet den Stadträten weiterhin Sorgen. Im März hatte sich der zuständige Ausschuss schnell für eine neue Beleuchtung entscheiden müssen, da die Zeit drängte. Für 10 000 Euro wurden einfarbige Lichterketten beschafft, die eigentlich in der Zeit von Volksfest bis Altstadtfest hängenbleiben sollten.

Da aber die Gefahr bestand, dass die nicht wetterfesten Leuchten kaputtgehen, musste der amtierende Bürgermeister Erich Raff (CSU) sie zwischendurch abhängen lassen. Das kostete die Stadt Geld. Viele Stadträte zeigten sich nun auch enttäuscht von der Optik der neuen Beleuchtung. Deswegen wurde nun im zuständigen Ausschuss diskutiert, wie weiter verfahren werden soll. Festreferent Markus Droth (CSU) warb für eine neue, wetterfeste Lichterkette. Die „hochseetaugliche“ Variante für geschätzt 50 000 Euro war schon im März kurz diskutiert worden. „Ich werfe ungern einem schlechten Geld ein schlechtes Geld hinterher“, so Droth.

Ähnlich sah es Irene Weinberg (BBV): „Noch eine Investition in die gekaufte Lichterkette ist nichts wert.“ Klaus Wollenberg (FDP) regte an, das Lichter-Konzept mit Lichterketten zu überdenken und einen gleichen Effekt durch Fassaden-Beleuchtung zu erzielen. Und Beate Hollenbach (CSU) wollte angesichts der Ausgaben gänzlich auf die Verzierung verzichten: „Die Kosten sind mir zu hoch.“ Die Verwaltung soll nun bis Herbst verschiedene Varianten überprüfen.

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