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Bei der Emobil-Messe auf dem Klostergelände können nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder elektronisch betriebene Fahrzeuge ausprobieren.

Im Veranstaltungsforum

Messe in Bruck: Hier erfahren Sie alles über E-Mobilität

Fürstenfeldbruck - Ob Diesel oder Benzin: Beides verpestet beim Verbrennen die Luft. Mittlerweile gibt es aber immer mehr elektrisch betriebene Fahrzeuge. Viele davon können Interessierte bei der Messe Emobil in Fürstenfeld austesten.

Es soll eine Ausstellung mit Eventcharakter sein, eine Messe zum Anfassen: Am Wochenende findet auf dem Klosterareal zum zweiten Mal die Emobil statt. Veranstalter Werner Hillebrand-Hansen will jedem die Chance geben, einmal selbst in einem Elektroauto zu sitzen, es Probe zu fahren oder ein Pedelec auszuprobieren.

Aussteller beantworten Fragen

28 Aussteller, die sich in der Tenne und im Klosterhof verteilen, informieren die Besucher über alles, was mit E-Mobilität zu tun hat. Dazu gehören beispielsweise auch Auskünfte über Ladestationen oder den Umweltbonus, den es beim Kauf eines Elektrofahrzeugs gibt.

Die Vielfalt an elektrisch angetriebenen Fahrzeugen und deren Leistungsfähigkeit sollen bei der parallel stattfindenden „Eruda“, der größten E-Mobil Rallye Deutschlands, sichtbar werden (siehe Kasten). Rund 200 Teilnehmer fahren am Samstag und Sonntag durch elf Landkreise und legen insgesamt 207 Kilometer zurück. Die Besucher der Brucker Messe können den Start und die Siegerehrung mitverfolgen.

Parcours und Olympiade

Damit es den kleinen Gästen nicht langweilig wird, während sich Mama und Papa auch über die Theorie informieren, ist wieder ein Kinderprogramm geboten. Es gibt eine Olympiade, bei der die Kleinen Kreativität und Geschicklichkeit unter Beweis stellen können. Die sogenannten Flying Kids aus der Großen Kreisstadt – eine Gruppe von Vier- bis Vierzehnjährigen, die mit E-Motorrädern über einen Parcours fahren, zeigen jeweils um 11.30 und 14.30 Uhr ihr Können. Außerdem präsentiert Anthony Charlier, Profi-E-Trial-Fahrer aus Frankreich, Stunts auf dem E-Motorrad. Am Samstag (13 bis 18 Uhr) erwarten die Besucher außerdem Vorträge, beispielsweise über Erfahrungen mit E-Taxis.

Die Messe

ist kostenfrei und öffnet am kommenden Wochenende jeweils um 9 Uhr ihre Tore. Am Samstag schließt die Ausstellung um 18 Uhr, am Sonntag bereits um 17 Uhr. Der Startschuss der Rallye „Eruda“ ist am Samstag um 9.45 Uhr und am Sonntag um 9.15 Uhr. Am Sonntag um 16.30 Uhr findet zudem die Siegerehrung der „Eruda“ statt. Mehr Informationen finden Interessierte online unter der Adresse www.ffb-emobil.de.

Verein Ziel 21 mischt bei der Veranstaltung mit

Auch der Energiewende-Verein Ziel 21 ist auf der E-Mobil vertreten: Im Zuge der Rallye „Eruda“ bietet der Verein an beiden Tagen zweistündige Pedelec-Touren quer durch den Landkreis an. Start ist jeweils um 14 Uhr. Die Radlrunde führt über Malching, Mammendorf, Egg, Landsberied und Schöngeising an Orte, an denen erneuerbare Energien wie Windkraft, Biogas und Wasserkraft zu sehen sind. Der neue Vorsitzende, Freie-Wähler-Kreisrat Gottfried Obermair aus Germerswang (Foto), weist im Vorfeld auf eine weitere Aktion hin: Jeder Teilnehmer, der eine alte Glühbirne mitbringt, bekommt dafür eine LED-Lampe.

Diese Aktion soll auch bei anderen Veranstaltungen weitergeführt werden, berichten Obermair und seine beiden neuen Stellvertreter aus Puchheim, Ramona Weiß und Max Keil. Der neue Vorstand von Ziel 21 zog nun nach 100 Tagen im Amt eine erste Bilanz. Die drei Neuen hatten im Juni ihre Vorgänger Alexa Zierl und Wolfgang Frey abgelöst. Sie gaben bekannt, dass sich Ziel 21 weiter für eine Biotonne und eine zentrale Vergäranlage für Biomasse im Landkreis einsetzen wird.

Ein wenig eingeschlafen sei die Zusammenarbeit mit gewerblichen Partnern. Deswegen will sich der Verein mit Firmen, Handwerkern und interessierten Partnern bald treffen. Erfüllen sie gewisse Vorgaben, werden die Firmen von Ziel 21 zertifiziert und können damit werben. Eine Fahrschule, die beispielsweise E-Autos nutzt, bekäme das Logo des Vereins, welches übrigens ebenfalls erneuert wird. Überhaupt sei die Vernetzung mit den Bürgern das A und O. „Der Bürger im Landkreis muss informiert werden. Wir schaffen die Energiewende nur, wenn wir eine Bewegung im Landkreis erzeugen“, so Max Keil. 2017 sind vier Infoveranstaltungen, etwa zu Geothermie, geplant. (fd)

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