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Ob die Alten bei ihnen in guten Händen sind? Im Erwachsenen-Stück geht es um mordende Altenpflegerinnen.

Zweifache Premiere

Doppeltes Theater an der Neuen Bühne

Fürstenfeldbruck – Um drei mordende Altenpflegerinnen geht es im aktuellen Stück der Neuen Bühne Bruck. „King Kongs Töchter“ heißt das Drama von Theresia Walser, das auf einer wahren Begebenheit basiert.

Premiere ist am Samstag, 26. November, um 20 Uhr. Zuvor, um 16 Uhr, präsentiert die Bühne das Stück „Nur ein Tag“ von Martin Baltscheit für Kinder ab sechs Jahren. Regie führt in beiden Fällen Philipp Jescheck (34), auch die Proben liefen parallel.

-Herr Jescheck, zwei Stücke gleichzeitig inszenieren – wie war das?

Philipp Jescheck: Die Arbeit war sehr intensiv und nicht einfach, aber ich konnte die beiden Projekte gut trennen und mich jeweils komplett auf eines konzentrieren. Man legt einen Schalter um – das kennt jeder, der Familie hat und berufstätig ist. Es war anstrengend, aber auch beglückend.

-Kommt man nicht durcheinander?

Jescheck: (lacht) Manchmal habe ich mich mit den Namen vertan oder mich über ein Requisit gewundert, das noch vom vorigen Stück auf der Bühne herumstand. Damit wusste ich dann gar nichts anzufangen.

-Wie hat es organisatorisch geklappt?

Jescheck: Für „King Kongs Töchter“ haben wir abends geprobt, für „Nur ein Tag“ vormittags – zum Glück hatten die Schauspieler da Zeit. Daneben war ich bei beiden Stücken auch für Organisation, Bühnenbild, Technik und Werbung zuständig. Eine Hintergrund-Struktur, die sich um diese Dinge kümmert, kann die Bühne sich nicht leisten. Und die jungen Männer, die früher Schlange standen, um bei uns die Technik zu machen, gibt es nicht mehr – das hat sich sehr geändert. Diesmal war ich mein eigener Assistent.

-Wie kam es überhaupt zu den zwei parallelen Inszenierungen?

Jescheck: Ich wollte unbedingt mal wieder ein Kinder-Stück an die Bühne bringen. Intendant Harald Molocher war einverstanden, wollte aber auch etwas für Erwachsene, denn nur mit einem Kinderprogramm kann die Bühne nicht überleben. Außerdem wollten einige ältere Schauspieler gerne spielen. Er gab mir „King Kongs Töchter“ zu lesen, und es gefiel mir sehr gut. Im Grunde haben beide Stücke das gleiche Thema.

-Inwiefern?

Jescheck: Es geht um den Tod. „King Kongs Töchter“ zeigt die alten Menschen im Heim als die Lebenslustigen, während die Jungen Angst vor dem Altern haben. „Nur ein Tag“ macht das Thema Tod für Kinder begreifbar, es ist schön erzählt und trotz des ernsten Themas lustig. Die Figuren – ein Wildschwein, ein Fuchs und eine Eintagsfliege – machen uns vor, dass wir das Leben genießen sollen.

Ulrike Osman

Weitere Termine:

„King Kongs Töchter wird gezeigt am Sonntag, 27. November, 19 Uhr, Freitag, 2., 20 Uhr und Sonntag, 4. Dezember, 19 Uhr. Die Premiere ist ausverkauft. „Nur ein Tag“ feiert am Samstag 26. November, 16 Uhr, Premiere. Weitere Termine und Kartenreservierung unter www.buehne-bruck.de und an der Abendkasse.

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