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Auch am alten Friedhof hinter der Kirche St. Magdalena werden die Gräber teurer. 

Satzung überarbeitet

Bürger müssen mehr für Gräber zahlen

Fürstenfeldbruck – Die Brucker müssen ab 2017 mehr für Gräber auf den beiden städtischen Friedhöfen bezahlen. In dem Papier wird auch ein neues Verbot festgehalten.

Teurer werden künftig die Gräber am Wald- und am alten Friedhof. Auch die Preise für die Nutzung des Leichenhauses steigen (siehe Kasten). Der Grund: Die Stadt muss kostendeckend arbeiten, die letzte Kalkulation aus dem Jahr 2013 läuft Anfang 2017 aus. Die neue Regelung, die ab Januar 2017 in Kraft tritt, gilt bis Ende 2020. Das beschloss nun derHaupt- und Finanzausschuss.

Baumgräber ab 2017

Ebenfalls neu ab dem kommenden Jahr: Es gibt die Möglichkeit, eine biologisch abbaubare Urne in einem von 40 so genannten Baumgräbern nahe einer Eiche auf dem Waldfriedhof beisetzen zu lassen. Diese Grabstätten haben den Vorteil, dass sie nicht gepflegt werden müssen. Und die Nachfrage ist hoch, da die Angehörigen oft nicht mehr in der Region leben. Neben der mehr als 100 Jahre alten Eiche werden drei Steinstelen aufgestellt. An ihnen können Gedenktafeln, deren Aussehen vorgeschrieben ist, mit den Namen und Daten der verstorbenen Personen angebracht werden. Das Grab selbst, in dem die Urne bestattet wird, wird nach der Beerdigung wieder eingeebnet. Dadurch kennen nur die Angehörigen und die Friedhofsverwaltung die genaue Stelle, an der die Person begraben liegt. Blumen oder Kränze abzulegen, ist allerdings nur bei der Beerdigungszeremonie gestattet. Die Stadt pflegt die Fläche selbst. Ein Grab kann immer nur für zehn Jahre genutzt werden, eine Verlängerung ist nicht möglich.

Fotografieren verboten

Neben der Gebührenanpassung gibt es eine weitere Neuerung: Das Filmen und Fotografieren auf den Friedhöfen ist künftig verboten, solange es nicht rein privaten Zwecken dient. Bürger hatten das Rathaus darauf hingewiesen, dass viele Kommunen eine solche Regel in ihren Richtlinien festgeschrieben haben, sagte Dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne). Konkreten Ärger oder Beschwerden über fotografierende Personen seien nicht Anlass des Verbots, wie die Verwaltung auf Nachfrage mitteilt.

Eine Frage bleibt allerdings vorerst offen: wie mit Gräbern bekannter Persönlichkeiten umgegangen wird. Das Verbot soll, wenn es nach Klaus Quinten von der BBV geht, auf Schildern im Friedhofsgebiet publik gemacht werden.

Das sind die neuen Friedhofsgebühren

Jährlich fallen für die unterschiedlichen Gräber-Arten in der Stadt ab 2017 folgende Gebühren an: 

– Einzelgrab: bisher 36 Euro, neu 41 Euro 

– Doppelgräber: bisher 73 Euro, neu 83 Euro 

– Kindergräber: bisher 17 Euro, neu 20 Euro 

– Urnennischen zweifach (Wandnische): bisher 105 Euro, neu 120 Euro 

– Baumgräber: neu 112 Euro 

– Anonyme Gräber/Urnengrab (Erdgrab): bisher 14 Euro, neu 16 Euro 

Außerdem kommen die jährlichen Gebühren für die Nutzung der Fundamente hinzu: 

– Einzelgrab: bisher 16 Euro, neu 17 Euro

– Doppelgräber: bisher 31 Euro, neu 34 Euro 

– Doppelwaldgräber: bisher 47 Euro, neu 51 Euro

Weitere Gebühren:

Benutzung des Leichenhauses pro Tag: bisher 179 Euro, neu 192 Euro und Benutzung der Aussegnungshalle: bisher 317 Euro, neu 340 Euro

von Fabian Dilger

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