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Bei der Vorstellung der Planungen zum Viehmarktplatz gab es rege Diskussion zwischen Bürgern und Architekten.

Stadtgestaltung

Brucker favorisieren Turmcafé am Viehmarktplatz

Fürstenfeldbruck – Gibt es am Viehmarktplatz bald ein Turmcafé mit Alpenblick? Den Bruckern gefällt dieser Entwurf eines Planungsbüros. Doch das ist nicht die einzige Idee der Architekten. 

Drei Planungsbüro-Paare – jeweils bestehend aus Landschafts- und Städtebauarchitekten – haben bei der zweiten Runde der Bürgerbeteiligung ihre Ideen für die Gestaltung des Viehmarktplatzes eingebracht. Am meisten kam bei den Bruckern die Planung der Büros „Planstatt Senner“ aus Überlingen sowie „Haack und Höpfner Architekten“ aus München an.

Sie wollen an der Zufahrt zur geplanten Tiefgarage an der Pucher Straße den besagten sechs- bis siebenstöckigen Turm errichten, von dem aus man bis zum Kloster sehen kann. Von dort aus könne man einen Blick auf das gesamte Fürstenfeldbrucker Stadtpanorama werfen, so die Planer. Einen solchen Ort gebe es in der Kreisstadt bislang noch nicht. Einer der anwesenden Brucker konnte sich im obersten Stockwerk ein Café gut vorstellen. „Bei entsprechendem Wetter hätte man bestimmt einen Blick bis in die Berge.“ Allerdings wurde nicht alles an der Planung der beiden Büros positiv gesehen.

Markthalle im Norden des Viehmarktplatzes

Kritik gab es zum Vorschlag, das Dach der U-förmigen Markthalle als begehbare Ebene zu gestalten. Dabei hatten die Bürger Bedenken wegen der Barrierefreiheit. Und Jochen Rümpelein vom Beratergremium der Stadt gefiel die Situierung der geplanten Treppe zum Dach direkt vor der denkmalgeschützten Villa am Viehmarktplatz nicht. Unabhängig von diesen beiden Punkten soll die Markthalle auf der nördlichen Hälfte des Platzes entstehen - ebenso wie auch bei den beiden anderen Entwürfen.

Die „BBZ Landschaftsarchitekten“ sowie „Frölich und Schreiber Architekten“ aus Berlin schlugen eine variable Markthalle mit hochklappbaren Seitenwänden vor. Letztere könnten auch als eine von den Bürgern und der Stadt gewünschte Überdachung für Marktstände dienen. In einer zweiten Variante schlugen die Planer eine Dachstruktur vor, die sich über die weiterhin befahrbare Ludwigstraße hinweg ausdehnt, um die südliche Platzhälfte stärker an die nördlichen Flächen anzubinden.

Der Autoverkehr auf der Straße soll möglichst in allen Fällen weitgehend reduziert und auf die Anlieger beschränkt werden. Die ebenfalls aus Berlin kommenden Büros „Planorama Landschaftsarchitekten“ und „Hütten und Paläste Architekten“ haben sich noch nicht entschieden, ob sie eine große Markthalle oder mehrere kleine Marktstände auf der Nordfläche schaffen wollen.

Dritte Bürgerbeteiligung Anfang Februar

Südlich der Ludwigstraße planen sie auf jeden Fall eine größere Grünfläche. Der Platz soll durch Baumpflanzungen eingerahmt werden. Bei allen Planungen steht genug Platz zur Verfügung, damit Christkindl- und Grüner Markt gleichzeitig stattfinden können. Das war nämlich eine zentrale Forderung der Bevölkerung bei der ersten Runde der Bürgerbeteiligung.

Bei einer anschließenden Diskussionsrunde zwischen Bürgern und Büros ergaben sich viele Gespräche, bei denen sich schließlich herauskristallisierte, dass alle Planungsskizzen von den Bruckern prinzipiell positiv gesehen werden. Einzelne Kritikpunkte sollen die Büros nun in die endgültigen Pläne einarbeiten. Am 9. Februar sollen diese dann in der dritten Runde der Bürgerbeteiligung der Öffentlichkeit präsentiert werden.

von Andreas Daschner

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