Wächst und gedeiht: Das Brucker Netz, ein regionaler Onlineshop, von Andreas Ströhle (r.) und Christian Rau. foto: Weber

Brucker Netz

Hier entsteht ein regionaler Online-Handel

Fürstenfeldbruck - Amazon war gestern. Jetzt kommt das Brucker Netz. Das ist ein Internetportal, das den Online-Einkauf via Mausklick bei örtlichen Firmen ermöglichen soll. Die Vorbereitungen für das neue Regio-Netz laufen auf Hochtouren. Start soll im September sein.

Das Brucker Netz soll ein regionales Online-Kaufhaus samt Lieferservice werden. Die Idee dazu hatte der Brucker Andreas Stöhle (38) schon vor einiger Zeit. Der Stadtrat und promovierte Philosoph arbeitet selbstständig als Texter und Berater ohnehin schon im Online-Handel und fragte sich vor zwei Jahren: Warum soll man online immer nur bei Amazon einkaufen? Und warum nicht bei regionalen Firmen? Sie bezahlen schließlich vor Ort Gewerbesteuer und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Funktionieren der Infrastruktur.

So entstand der Gedanke, ein Internetportal zu entwickeln, auf dem so viele örtliche Firmen wie möglich ihre Waren anbieten. Ströhle denkt an Einzelhändler, Dienstleister, Anwälte und/oder Veranstalter etcetera aus Bruck und Umgebung. Ströhle: „Bei uns darf jeder aus der Region mitmachen.“

Kunden könnten so wie bei Amazon oder anderen großen Online-Händlern über das Internet Waren bestellen und bekämen sie geliefert. Dabei will Ströhle auch zwei Packstationen in Bruck einrichten. Hier könnten Kunden ihre Ware abholen, wenn sie bei der Lieferung nicht zu Hause waren. Wo genau die Packstationen unterkommen sollen, ist noch unklar. Ströhle sucht beispielsweise in Bahnhofsnähe nach einem Partner.

30 Firmen machen bereits mit

30 Firmen hat Ströhle schon auf seiner Homepage stehen. Sie existiert bereits, ist öffentlich aber noch nicht zugänglich. Dabei unter anderem: Ein Fahrradhändler, ein Schmuckgeschäft, ein Schreibwarenhändler, ein Teehaus, ein Telefondienst, ein Unterwäschegeschäft und und und. Bis zum Start im September hofft der Vater dreier Kinder, der im Stadtrat die „Piraten“ vertritt, auf 50 Teilnehmer. Deren Akquise übernimmt Ströhles Partner Christian Rau.

Die Firmen, die mitmachen wollen, müssen eine einmalige Gebühr für die Aufnahme auf der Seite bezahlen. Details sind im Einzelfall zu besprechen. Firmen mit sehr großem Angebot und vielen Einzelartikeln können beispielsweise die Möglichkeit erhalten, selbst ihren Auftritt auf der Brucker-Netz-Seite zu pflegen, respektive neue Waren oder Angebote einstellen. In der Regel aber werden Ströhle und seine Partner die Pflege des Brucker Netzes selbst übernehmen. Die Homepage wird eine Auflistung aller Artikel enthalten, aber auch eigene Shops für jeden Händler.

Ströhle selbst verlangt keine Provision je Kauf, allerdings aber eine Liefergebühr. Die Kunden müssen via PayPal bezahlen. Eine Alternative zu diesem Bezahlsystem gibt es im Moment leider nicht, sagt Ströhle. Grund: Nur auf diesem Zahlungsweg können die fließenden Summen sofort korrekt aufgeteilt werden. Sprich: Der Preis für die Ware geht direkt ohne Zwischenspeicherung an den Händler. Und die Ausfuhrgebühr geht direkt an Ströhle respektive die Firma „Die Systementwickler“. Sie gehört Ströhles Bruder und einigen Freunden.

Wie aber sollen nun die Waren zum Käufer kommen? Außerhalb Brucks und Emmerings will Ströhle die üblichen Versandfirmen beauftragen. In Emmering und Bruck dagegen möchte der 38-Jährige die Auslieferung zumindest am Anfang selbst übernehmen – und zwar wenn irgendwie möglich mit dem Fahrrad. Ströhle wird daher wohl ein Pedelec mit Anhänger kaufen. Bei einem örtlichen Händler natürlich – und zumindest jetzt noch auf ganz altmodische analoge Weise.

Kontakt zum Brucker Netz ist via Email (info@brucker-netz.de) möglich.

von Thomas Steinhardt

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