„Früher ging es um eine schnelle Steuererstattung, heute ist daraus eine komplexe Beratung und Betreuung geworden.“mark weidinger

Brucker Beratungsstelle eine der ältesten

45 Jahre Hilfe im Steuer-Dschungel

Fürstenfeldbruck - Wenn’s an die Steuererklärung geht, stehen vielen die Schweißperlen auf der Stirn. Sich durch all die Formulare zu wühlen – ohne beim Ausfüllen sich selbst oder das Finanzamt zu übervorteilen – ist oft ein Kampf. Seit 45 Jahren hilft dabei in Bruck die Lohi.

50 Jahre gibt es die Lohnsteuerhilfe Bayern schon, 45 Jahre werden Kunden auch in der Großen Kreisstadt betreut. Die Beratungsstelle in Bruck ist eines der ältesten und größten Büros im Landkreis, rund 7000 Rentner, Pensionäre und Arbeitnehmer betreut sie. Angebot und Mitgliederzahl sind seit der Gründung stetig gewachsen, während die Gesetze immer komplizierter werden.

1966 als Selbsthilfeverein gegründet, wollte die Lohi Arbeitnehmern, Rentnern und Pensionären in Steuersachen beistehen. „Damals haben viele Leute keine Steuererklärung gemacht und aus Unwissen zu viele Steuern bezahlt“, erklärt Beratungsstellenleiter Mark Weidinger aus Bruck. Doch sich Hilfe zu nehmen, sei oft unbezahlbar gewesen, denn Alternativen wie Steuerberater hätten sich viele nicht leisten können.

Die Lohi, erzählt Mark Weidinger, habe sich daher als Vertreter der Arbeitnehmer in steuerlichen Anliegen gegründet. Statt der Arbeitsleistung der Steuerberater muss hierbei nämlich nur ein Mitgliedsbeitrag entrichtet werden.

Rund 150 Euro werden dafür durchschnittlich im Jahr fällig. Seit den 1960er-Jahren ist das Aufgabenspektrum der Lohi immer breiter geworden: Zur klassischen Steuerberatung sind in den letzten Jahrzehnten neue Geschäftsbereiche hinzugekommen.

Als Beispiel nennt Weidinger die Altersvorsorge. „Früher ging es um eine schnelle Steuererstattung, heute ist daraus eine komplexe Beratung und Betreuung geworden.“

Denn wie der Lohi-Vorstand weiß, beschäftigt sich niemand gerne mit der Steuer. Hier will die Lohi helfen. Eine Herausforderung ist es dabei, dass bei wachsendem Portfolio und neuen Steuergesetzen die Mitarbeiter immer auf dem neuesten Stand bleiben müssen. „Mit immer neuen Gesetzen, Urteilen und Verwaltungsanweisungen wird das immer komplizierter“, sagt Mark Weidinger, der auch Vorstand für den Bereich Aus- und Fortbildung ist. „Der Bedarf an Schulungen steigt jährlich.“

Zudem wächst der Kundenstamm der Lohi stetig – auch in Fürstenfeldbruck. Jedes Jahr kämen rund fünf bis sieben Prozent neue Kunden hinzu, schätzt Beratungsstellenleiter Mark Weidinger. Manche neuen Mitglieder folgen der Empfehlung von Freunden und Kollegen, andere werden durch den Internetauftritt auf die Lohi aufmerksam.

Wer einmal dabei ist, kann auch nach einem etwaigen Umzug an einen anderen Wohnort weiter von der gewohnten Beratungsstelle betreut werden. Das Wachstum der Lohnsteuerhilfe spiegelt sich indes auch in der Beratungsstelle selbst wider: Seit 2009 ist das Brucker Personal von fünf auf acht Mitarbeiter angewachsen.

von maria-mercedes Hering

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